Gefahr von Wildunfällen im Herbst: Wer wann zahlt

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 10.09.2018

Gerade in der dunkler werdenden Jahreszeit steigt die Gefahr von Wildunfällen mit Rehen, Kaninchen oder Füchsen drastisch an. Die Tiere begeben sich ins Winterquartier sowie auf Futtersuche und werden in der Dämmerung von Autofahrern schlechter erkannt. Daher ist gut zu wissen, wer im Schadensfall einspringt.

Die Zahl der Wildunfälle ist in den letzten Jahren angestiegen: Durch die vermehrte Nutzung motorisierter Fahrzeuge und den reduzierten Lebensraum der Tiere bleibt nicht aus, dass sich täglich Unfälle mit Hirsch, Wildschwein und Co ereignen. So waren es allein im Jahr 2016 rund 720 Wildunfälle pro Tag, die Schadenssumme belief sich insgesamt auf über 680 Millionen Euro. Umgerechnet ist das ein Wildunfall alle zwei Minuten sowie rund 2.500 Euro Schadenssumme pro Fall.

Wann welche Versicherung bei Wildunfällen greift

In den meisten Fällen greift die übliche Teilkaskoversicherung beim Schaden durch einen Wildunfall. Das betrifft die überwiegende Anzahl von Unfällen mit dem so genannten „Haarwild“, unter das sowohl Großwild wie Hirsche, Rehe, Füchse und Wildschweine als auch Kleintiere wie Hasen, Wildkaninchen und Marder fallen. Nicht von der Versicherung abgedeckt sind allerdings Unfälle, die durch bereits totes, auf der Straße liegendes Wild verursacht werden. Es muss eine konkrete Gefahr durch das Wildtier erkennbar sein, damit die Versicherung greift. Bei Unfällen mit anderen Wildtieren wie beispielsweise Greifvögeln springt die Teilkasko ebenfalls nicht ein. Hier ist eine spezielle Vollkasko-Police oder ein Zusatz in der Teilkasko erforderlich. Diese deckt nicht nur Wildunfälle, sondern je nach Vertrag auch durch Haus- und Nutztiere verursachte Zwischenfälle ab. So können durch einen Zusammenstoß mit einer Ziege, einem Pferd oder einer Hauskatze verursachte Unfälle ebenfalls versichert sein.

Achtsamkeit besonders morgens und abends angeraten

Nicht immer können Wildunfälle vermieden werden. Es empfiehlt sich aber für Autofahrer, gerade am frühen Morgen und in der Abenddämmerung besonders achtsam zu sein. In diesen Zeiten sind einerseits mehr Tiere auf den Straßen unterwegs und andererseits durch die Dämmerung deutlich schlechter – und im Zweifelsfall zu spät – zu erkennen. Eine in puncto Geschwindigkeit angepasste Fahrweise kann gerade in der dunklen Jahreszeit so manchen Unfall in Waldbereichen verhindern.

Quelle: versicherungsbote.de

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