Geldscheine: Schweizer Franken mit neuer Optik

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 11.04.2016

Für eine der beständigsten Währungen der Welt sind neue Geldscheine geplant: Die neunte Serie der Schweizer-Franken-Banknoten soll innerhalb der nächsten drei Jahre in Umlauf gebracht werden. Doch schon im Vorfeld werden Stimmen laut, die einen durchaus kuriosen Nebeneffekt des veränderten Formats der Scheine für möglich halten.

Die neuen Geldscheine in der Schweiz sollen in mehreren Schritten bis zum Jahr 2019 von der Schweizer Nationalbank (SNB) ausgegeben werden, wie die „Welt“ berichtet.

Neunte Serie der Schweizer Geldscheine: Neue Optik, alte Stückelung

Die erste Banknote, die neu herausgegeben werden sollen, ist der 50-Franken-Schein. Die weiteren Geldscheine sollen in der gleichen Stückelung wie bisher in etwa halbjährlichen Schritten bis zum Jahr 2019 in Umlauf gebracht werden. Somit wird auch der 1.000-Franken-Schein, die Banknote mit dem weltweit höchsten Wert, erhalten bleiben – eine durchaus bemerkenswerte Entscheidung, da die Europäische Zentralbank (EZB) beinahe zeitgleich über die Abschaffung des 500-Euro-Scheins nachdenkt.

Auch die Farbtöne der neuen Schweizer Franken bleiben wie gehabt. Auf jedem der Scheine werden zudem ein Globus und eine Hand zu sehen sein. Porträts berühmter Persönlichkeiten wird man auf den Scheinen jedoch vergeblich suchen. Vielmehr sollen laut Informationen der SNB „typische Seiten der Schweiz“ abgebildet werden, so heißt es in einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Auf der Vorderseite des 50-Franken-Scheins ist beispielsweise eine Hand zu sehen, die eine Pusteblume in den Wind hält, außerdem ein Gleitschirmflieger. Unabhängig von den neuen Geldscheinen werden sämtliche Schweizer Franken der bisher aktuellen achten Serie ihre Gültigkeit behalten.

Neue Sicherheitsmerkmale sollen Fälschungsrisiko für Schweizer Franken herabsetzen

Neben den veränderten Motiven werden die Schweizer Franken der neunten Banknoten-Serie auch neue Sicherheitsmerkmale aufweisen, so Andréa Maechler vom SNB-Direktorium laut dpa. Demnach verringere eine neue Serie stets das Fälschungsrisiko, auch wenn das Problem bezüglich der Schweizer Franken eigentlich nicht bestünde. Ein Sicherheitsmerkmal ist beispielsweise zu sehen, wenn die neue Banknote von links nach rechts gekippt wird: Über das Motiv des Globusses bewegt sich dann ein goldener Bogen. Wird der Geldschein nach hinten gekippt, wechselt hingegen die Farbe des Globusses.

Format der Geldscheine veranlasst Spekulationen

Die neuen Geldscheine zeichnen sich jedoch noch durch eine weitere optische Veränderung aus: Sie sind kleiner als die alten. Diese Tatsache scheint Anlass zu Spekulationen zu geben: So vermutet die „Welt“, dass in Zukunft viele Schweizer Sparer, die sich möglicherweise durch Negativzinsen bedroht fühlen, auf das Anlegen verzichten werden und alternativ das Geld bar horten – denn dies würde schließlich in Zukunft besonders platzsparend möglich sein. In diesem Zusammenhang berichtet die „Welt“ von einer Berechnung des Forschungsinstituts „Capital Economics“, nach der es in keiner Währung wie dem Schweizer Franken so gut möglich sei, eine Milliarde Dollar zu verstauen.

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