Geldsorgen trüben Freude auf den Ruhestand

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.10.2016

Den Lebensabend in vollen Zügen und ohne Geldsorgen genießen – für mehr als die Hälfte der Deutschen ist dies offenbar eine utopische Idealvorstellung. Sie sehen sich im Ruhestand vielmehr von Altersarmut bedroht, wie eine aktuelle Studie zeigt. Davor schützt auch Wohneigentum nur bedingt.

Während die Politik noch eine mögliche Haltelinie für das Rentenniveau diskutiert, sind Geldsorgen im Alter in den Köpfen der Bundesbürger bereits jetzt ein verbreitetes Bedrohungsszenario. Eine repräsentative Studie der Deutschen Leibrenten AG zeigt, dass 55 Prozent der Deutschen fürchten, im Ruhestand zu wenig Geld zu haben.                            

Risiko Altersarmut: 77 Prozent glauben nicht an sinkende Kosten im Ruhestand

Mehr als zwei Drittel der Befragten gehen der Umfrage zufolge nicht davon aus, dass ihr Leben im Alter günstiger werden wird. Gleichzeitig ist klar, dass der monatliche Geldeingang auf dem Girokonto ohne zusätzliche private Vorsorge im Normalfall geringer ausfallen wird als während des Erwerbslebens. Wenig überraschend also, dass die Angst vor Altersarmut wächst.

Schon heute häufig Geldsorgen bei Senioren

Bereits jetzt – bei einem Rentenniveau von 47,8 Prozent – wird der Ruhestand vieler Senioren von Geldsorgen getrübt: 43 Prozent der Befragten über 65 Jahren gaben an, dass ihr Alterseinkommen nicht ausreichen würde, um über die Runden zu kommen. Zwar rutschen die Betroffenen nicht zwangsläufig direkt in die Altersarmut, viele sehen sich aber gezwungen, im Ruhestand ihre Ersparnisse aufzubrauchen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge bestreiten Senioren ein Drittel ihrer Kosten aus Rücklagen, die sie beispielsweise auf Sparbüchern und Festgeldkonten gehortet haben.

Wohneigentum keine Garantie für sorgenfreien Ruhestand

Selbst Wohneigentum bewahrt Senioren nur bedingt vor Geldsorgen. „Sie müssen zwar keine Miete zahlen, doch das im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung gebundene Vermögen bringt ihnen keinen zusätzlichen Nutzen“, erklärt Friedrich Thiele, Vorstand der Deutschen Leibrenten AG. Sogar im Gegenteil – Wohneigentum kann unter Umständen zu zusätzlichen Geldsorgen führen. Denn nicht selten hat das eigene Haus beim Eintritt in den Ruhestand bereits einige Jahrzehnte auf dem Buckel, dementsprechend hoch sind die Unterhaltskosten.

Quelle: Deutsche Leibrenten AG

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