Geldvermögen der Deutschen erreicht Rekordhoch

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 20.04.2016

Nach einem Rückgang im dritten Jahresviertel ist das Geldvermögen der Deutschen im letzten Quartal 2015 wieder gestiegen und erreichte einen neuen Höchststand. Dafür ist vor allem die gute Lage an den Aktienmärkten verantwortlich. Aufgrund der Niedrigzinsphase sind die Verbindlichkeiten für private Haushalte ebenfalls leicht gestiegen.

Wie die Bundesbank mitteilt, besaßen private Haushalte im den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres insgesamt ein Vermögen von 5.318 Milliarden Euro. Das bedeutet einen deutlichen Anstieg gegenüber dem dritten Quartal mit einem Wert von 5.213 Milliarden Euro.

Geldvermögen steigt durch Aktiengewinne

Die Bundesbank veröffentlicht in jedem Quartal Zahlen zum Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland. Zum Jahresende 2015 war dabei ein Plus von 105 Milliarden Euro zu verzeichnen, was einem Anstieg um zwei Prozent entspricht. Damit befindet sich das Geldvermögen der Deutschen durch den ungewöhnlich großen Zuwachs auf einem Rekordhoch.

Dies erklärt die Bundesbank vor allem mit der guten Lage an den Aktienmärkten: Durch Aktien und Investmentfonds konnten private Haushalte ein Plus von rund 62 Milliarden Euro erzielen. Durch die niedrigen Sparzinsen haben sich mehr Bundesbürger für eine Geldanlage in Wertpapieren entschieden. Nach wie vor sind allerdings auch derzeit wenig rentable, aber risikoarme und liquide Anlagen wie Tagesgeld beliebt.

Private Haushalte: Schulden nehmen leicht zu

Angesichts niedriger Zinsen haben sich offenbar auch mehr Verbraucher dazu entschieden, einen Kredit aufzunehmen. Die Verbindlichkeiten für private Haushalte stiegen um rund sieben Milliarden Euro, was einem moderaten Plus entspricht. Das Nettogeldvermögen stieg insgesamt trotzdem um 2,7 Prozent auf 3.697 Milliarden Euro, nachdem es in den vorigen beiden Quartalen gesunken war.

Üblicherweise steigt das Geldvermögen kontinuierlich an: Anfang 2000 lag es bei 3.390 Milliarden Euro, zehn Jahre später besaßen private Haushalte bereits rund 4.290 Milliarden Euro. In der Statistik der Bundesbank sind weder Immobilien noch der Besitz von Kunstwerken enthalten. Auch über die Verteilung des Geldvermögens geben die Zahlen keine Auskunft.

Quellen: Bundesbank, ZEIT Online

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