Private Geldvermögen: Deutsche nur EU-Mittelfeld

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 28.10.2015

Deutschland gilt zwar als wirtschaftsstärkste Nation in der Europäischen Union. Doch was das Geldvermögen der seiner Einwohner betrifft, spielt der Export-Weltmeister nur im Mittelfeld. Am meisten auf der hohen Kante haben die Niederländer. In den Krisenstaaten Griechenland und Spanien haben die privaten Haushalte noch mehr im Sparstrumpf als in einigen anderen Ländern.

Ein durchschnittlicher deutscher Haushalt besitzt ein privates Geldvermögen von 65.044 Euro. Das geht aus einer Studie der Europäischen Zentralbank (EZB) hervor, von der die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Die Bundesrepublik befindet sich damit im EU-Vergleich auf Platz 8 und nicht wesentlich über dem europäischen Durchschnitt, der bei einem Geldvermögen 64.216 Euro pro Haushalt liegt.

Diese EU-Länder haben sind am vermögendsten

Das größte private Geldvermögen häuften die Niederländer an. Es beträgt pro Haushalt im Schnitt 139.441 Euro. Auf Platz 2 folgt Luxemburg mit durchschnittlich 119.000 Euro pro Haushalt. Ebenfalls vermögender als die Deutschen sind unter anderem die Iren (77.997 Euro), die Franzosen (73.511 Euro) und auch die Italiener (67.595 Euro). In den Krisenländern Spanien und Griechenland verfügen Haushalte mit durchschnittlich 44.152 und 23.620 Euro zwar über ein wesentlich geringeres Geldvermögen als der EU-Durchschnitt, liegen aber noch deutlich über Schlusslicht, der Slowakei. Dort besitzt ein durchschnittlicher Haushalt nur 10.665 Euro.

Was zum Privatvermögen zählt

Die Statistiker der EZB berücksichtigten bei der Untersuchung nicht nur Geld in bar und auf dem Girokonto. Zum privaten Geldvermögen zählen auch Spareinlagen in Form von Tagesgeld und Festgeld, Geldanlagen in Anleihen und Investmentfonds sowie Kapitalansprüche aus der Lebensversicherung oder privater Altersvorsorge.

Die Statistiker der EZB haben zudem ausgewertet, wie sich das Nettovermögen der privaten Haushalte in den einzelnen Ländern verändert hat. Dieses errechnet sich aus dem Geldvermögen zuzüglich Realvermögen, also Sachwerten wie zum Beispiel Immobilien, Gold, Kunstsammlungen und auch Aktien, abzüglich Schulden. Die Iren mussten zwischen 2010 und 2014 mit 18.474 Euro den größten Verlust hinnehmen. Deutsche Haushalte verzeichneten in diesem Zeitraum einen durchschnittlichen Vermögenszuwachs in Höhe von 19.277 Euro.

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