Geringe Inflation lässt Reallöhne steigen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.02.2017

Die Reallöhne sind 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent gestiegen. Die Entwicklung ist jedoch weniger einem Zuwachs der Verdienste als mehr der niedrigen Inflationsrate des letzten Jahres geschuldet. Laut des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hatten Arbeitnehmer das dritte Jahr in Folge mehr Geld zur Verfügung. Zwar liegt das Niveau niedriger als 2014 und 2015, doch handelt es sich immer noch um den dritthöchsten Zuwachs seit Beginn der Datenerhebung 2008.

Auch 2016 konnten sich die Deutschen über mehr Kaufkraft freuen. Laut Erhebungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden stiegen die Reallöhne im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent. Für den dritthöchsten Anstieg seit Beginn der Statistik im Jahre 2008 sind in erster Linie nicht gewachsene Löhne verantwortlich, sondern die geringe Teuerung. Aufgrund der niedrigen Inflationsrate 2016 liegt das Niveau zum dritten Jahr in Folge höher als im Vorjahr.

Hohe Reallöhne dank niedriger Inflation

Unter Berufung auf vorläufige Daten hatte das Statistische Bundesamt eine nominale Erhöhung der Löhne um 2,3 Prozent veröffentlicht. Abzüglich der Inflation von 0,5 Prozent bleibt den deutschen Arbeitnehmern ein Realplus von 1,8 Prozent. Der Anstieg liegt damit niedriger als im Jahr 2014, in welchem 1,9 Prozent verzeichnet wurden, und dem Rekordjahr 2015 mit 2,4 Prozent Zuwachs. Dennoch bringen die im Jahr 2016 gestiegenen Reallöhne mit stärkerer Kauf- und Konsumkraft massiven Aufschwung.

Das Statistische Bundesamt führt die Entwicklung des letzten Jahres nicht auf einen Verdienstanstieg zurück. Primär sei hingegen die geringe Inflation für das Wachstum der Reallöhne verantwortlich. Mit 0,5 Prozent fiel die Teuerung nur etwa halb so hoch aus wie in den letzten fünf Jahren. Insgesamt handle es sich jedoch um vorläufige Ergebnisse. Die detaillierte Datenauswertung wird voraussichtlich erst Ende März vorliegen.

Niedrige Lebenshaltungskosten steigen voraussichtlich

2016 ist das Bruttoinlandsprodukt mit 1,9 Prozent stärker gestiegen als in den vergangenen fünf Jahren. Die Lebenshaltungskosten verzeichneten mit 0,5 Prozent einen vergleichsweise geringen Anstieg und auch die Energiepreise lagen niedrig. Verbraucher sparten sowohl an den Tanksäulen als auch bei den Heizkosten. Für dieses Jahr werden wieder langsamer steigende Reallöhne und höhere Lebenshaltungskosten prognostiziert. Dafür wird in erster Linie erneut die Inflationsrate verantwortlich sein, die im Januar bereits auf 1,9 Prozent und damit auf den höchsten Wert seit 2013 stieg.

Quellen: Focus, Frankfurter Rundschau, Sächsische Zeitung

Alle 2 Wochen Spartipps und News:

Newsletter abonnieren und Amazon-Gutschein gewinnen!