Gestaffelte Prämie für Elektroautos geplant

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 30.04.2016

Die Bundesregierung hat sich mit der Autoindustrie auf eine Prämie geeinigt, die Käufern von Elektroautos gezahlt wird: 4.000 Euro sollen Autofahrer erhalten, die sich für ein reines E-Fahrzeug entscheiden. Außerdem sind weitere Maßnahmen als Anreize geplant, um die Verbreitung strombetriebener Autos zu steigern.

Um den Absatz von Elektroautos zu steigern, plant die Bundesregierung eine Prämie von bis zu 4.000 Euro als Anreiz für potenzielle Käufer. Beim Autogipfel im Kanzleramt, bei dem die Spitzen der deutschen Autoindustrie mit Kanzlerin Angela Merkel und einem Teil ihres Kabinetts zusammentrafen, wurde über verschiedene Möglichkeiten diskutiert.

Prämie abhängig vom Modell

Um Autofahrern den Umstieg auf Elektroautos schmackhaft zu machen, möchte die Bundesregierung den Kauf mit einer Prämie belohnen. Diese soll 4.000 Euro betragen, wenn es sich um ein reines Elektrofahrzeug handelt. Für Plug-In-Hybride, also Wagen mit einem gemischten Antrieb, sollen Käufer 3.000 Euro erhalten. Ursprünglich war auch eine Prämie von 5.000 Euro für reine Elektroautos im Gespräch, die Einigung erfolgte aber schließlich auf den geringeren Betrag. Für die Zahlungen wurden Kosten von insgesamt 1,2 Milliarden Euro errechnet, die der Bund und die Autoindustrie jeweils zur Hälfte übernehmen sollen.

Wenn die Summe aufgebraucht ist, wird keine Prämie mehr ausgezahlt. Spätestens ab 2020 ist sie nicht mehr vorgesehen. Von dem staatlichen Zuschuss ausgenommen sind Luxusautos mit einem Kaufpreis von über 60.000 Euro. Die Zahlung der Prämien soll bereits im Mai beginnen.

Weitere Anreize für Elektroautos

Bis 2020 sollen eine Milliarde Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs sein – so zumindest der ursprüngliche Plan der Regierung. Die mit Strom betriebenen Fahrzeuge erfreuen sich aktuell aber keiner großen Beliebtheit: Derzeit fahren noch unter 50.000 Autos elektrisch, der niedrige Ölpreis behindert zusätzlich ihre Verbreitung. Die Bundesregierung plant deshalb noch weitere Maßnahmen, um Elektroautos attraktiver zu machen: So soll das Aufladen des Autos beim Arbeitgeber nicht als geldwerter Vorteil gelten, sondern steuerfrei sein. Durch Anpassungen im Bau- und Mietrecht soll es außerdem leichter werden, Ladepunkte einzurichten. Aktuell müssen die Vermieter beziehungsweise die gesamte Eigentümergemeinschaft einem solchen Vorhaben zustimmen. 300 Millionen Euro sind außerdem für den Ausbau von Ladestationen vorgesehen.

Quelle: Tagesschau

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