Gestiegene Rohstoff-Kosten machen Autoreifen teurer

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.03.2017

Autofahrer, die ihren Wagen mit Sommerreifen für die wärmere Jahreszeit fit machen wollen, müssen mit höheren Kosten rechnen: Die Autoreifen-Hersteller Continental, Pirelli, Goodyear und Hankook kündigten allesamt Preiserhöhungen für Reifen jeder Art an. Grund dafür sind gestiegene Kosten für den Haupt-Ausgangsstoff Kautschuk.

Das Autofahren im Winter ist nun bald vorbei und wer als Autobesitzer die Winter- jetzt so langsam auf Sommerreifen umrüsten möchte, dürfte beim Kauf eine unschöne Überraschung erleben. Denn sämtliche Hersteller von Autoreifen – Continental, Pirelli, Goodyear und Hankook – werden ausgerechnet jetzt die Preise für sämtliche Modelle erhöhen. Auslöser dafür sind die inzwischen höheren Preise für Kautschuk als wichtigsten Ausgangsstoff auf dem Weltmarkt.

Preissteigerungen zwischen vier und neun Prozent

Alle vier Hersteller rechtfertigen den Preisanstieg mit dem teurer gewordenen Natur- und Synthetik-Kautschuk. Die zusätzliche Kostenbelastung dadurch soll alleine in diesem Jahr circa 500 Millionen Euro betragen. "Die Hersteller müssen ihre Preise anheben, andernfalls würden ihre Gewinnmargen schrumpfen", meint auch Frank Biller, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg. Entsprechend betonen die Autoreifen-Manufakturisten, dass die Preissteigerung in keinem Fall einer höheren Gewinnmarge dienen werde, sondern lediglich die gestiegenen Kosten decken soll. "Die avisierte Preiserhöhung kompensiert derzeit lediglich die zusätzlichen Materialkosten aufgrund stark gestiegener Rohstoffpreise", stellt beispielsweise ein Hankook-Sprecher fest. 

Die Art des Preisanstiegs unterscheidet sich dennoch: Während Hankook-Reifen lediglich um vier bis fünf Prozent teurer werden, steigen die Preise bei Pirelli gleich um acht bis neun Prozent an. Goodyear hat seine Reifen bereits zum 01. März verteuert – und zwar um bis zu acht Prozent.

Aussichten für die Branche dennoch positiv

Der Preisanstieg betrifft zunächst einmal natürlich nur die entsprechenden Händler. Es ist aber definitiv damit zu rechnen, dass diese die höheren Ausgaben an den Endkunden weitergeben. Dieser könnte nun gut von Spartipps zum Auto profitieren. 

Trotz der zusätzlichen Belastung durch die gestiegenen Rohstoff-Kosten sind die Prognosen für die Autoreifen-Branche äußerst positiv. Weltweit mehr Fahrzeuge auf den Straßen sorgen hier für ein hohes Marktpotenzial. Hinzu kommt, dass gerade Geländewagen momentan besonders beliebt sind. Da hier größere und damit auch teurere Reifen benötigt werden, ist bei diesen Automodellen die Gewinnmarge für die Reifenhersteller größer als bei Reifen für Standard-PKW.

Quellen: T-Online, Stern.de, Westfälische Rundschau

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