Global Wealth Report: Deutschland im Vermögens-Mittelfeld

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 30.09.2017

Die Menschen auf dieser Welt haben so viel Geldvermögen wie noch nie. In ihrem „Global Wealth Report“ beziffert die Allianz die Gesamtsumme rund um den Globus auf knapp 170 Billionen Euro. Doch gerade die Deutschen verschenken mit Bankeinlagen viel Geld. Während die Bewohner in den Vereinigten Staaten, dem Spitzenreiter-Land des Rankings, ihr Geld für sich arbeiten lassen, ist es hierzulande eher andersherum.

Dem „Global Wealth Report“ der Allianz zufolge besitzen die Bewohner dieses Globus so viel Geld wie nie zuvor. Insgesamt beläuft sich das weltweite Vermögen auf eine Rekordsumme von 170 Billionen Euro. Spitzenreiter in dem Ranking sind die Bewohner der Vereinigten Staaten. Besonders gut schneiden sie der Erhebung zufolge ab, weil sie ihr Geld für sich arbeiten lassen – ganz anders als die Deutschen. Sie arbeiten hart für ihr Geld und verschenken vor allem mit Bankeinlagen viel davon.

Weltweites Rekordvermögen

Das Vermögen der privaten Haushalte hat im vergangenen Jahr ein Rekordhoch von 169,2 Billionen Euro erreicht. Zu diesem Schluss kommt die Allianz in ihrem „Global Wealth Report“. Im Vergleich zum Vorjahr schwoll der Wert damit um gut sieben Prozent an. Spitzenreiter des Rankings sind die USA, gefolgt von der Schweiz, Japan, Schweden und Taiwan. Deutschland befindet sich mit Platz 20 im Mittelfeld.

Dem Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise zufolge trugen vor allem die Sparanstrengungen als auch beträchtliche Wertpapiergewinne zum Anstieg bei. Einen zusätzlichen Booster verschaffen die Aktienmärkte, welche die Vermögensklasse um einen Gewinn von 8,7 Prozent aufstockten.

Dem derzeitigen Nullzinsklima zum Trotz haben Bankeinlagen ihre Popularität nicht eingebüßt. Zwei Drittel der neuen Spargelder erreichten im letzten Jahr die Banken, per Saldo verkauften Haushalte vor allem Wertpapiere. Wer nun in den Wertpapierhandel einsteigen möchte, sollte sich jedoch vorab genau informieren. Ein Depot-Vergleich schafft einen Überblick über günstige Konditionen, zudem sollten die Wertpapiere bewusst gewählt werden.

Welche Anlagen besonders beliebt sind, hängt maßgeblich vom regionalen Faktor ab. So lassen sich bei den Bewohnern Nordamerikas drei Viertel des Vermögenswachstums auf Wertgewinne im Bestand zurückführen. Europa erreicht dabei nur die Hälfte, hierzulande ist es nur ein Viertel.

Deutsche arbeiten hart für ihr Geld

„Während die amerikanischen Haushalte also ihr Geld für sich arbeiten lassen, ist es in Europa und vor allem in Deutschland eher umgekehrt: Vermögenswachstum wird durch eigene Sparleistungen hart erarbeitet“, heißt es von Heise.

Ende des letzten Jahres lag der Wert, den Haushalte in Industrieländern in Bankeinlagen halten, bei 33 Billionen Dollar. Unter diesem Gesichtspunkt sind die Kreditinstitute fast schon Gewinner der Krise. Die Experten der Allianz bezeichneten es als Paradoxon, dass die Banken als Verursacher am stärksten von den Vorteilen profitierten. Die privaten Haushalte verlieren in dieser Nullzinszeit hingegen vor allem durch die Inflation. Heise schätzt, dass sie real 300 Milliarden Euro einbüßten.

Quellen: FAZ, Handelsblatt, Wirtschaftswoche

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