Großbritannien will Benziner und Diesel bis 2040 verbieten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 27.07.2017

Nach der französischen Regierung nimmt nun auch London den Kampf gegen dicke Luft auf. Medienberichten zufolge will Großbritannien den Verkauf von Benzin- und Dieselfahrzeugen ab 2040 verbieten. Auf britischen Straßen wären dann nur noch Elektroautos erlaubt, denn auch Hybridvarianten würden unter das Vorhaben fallen, das voraussichtlich am Mittwoch bekanntgegeben wird. Als Grund soll ein Regierungssprecher das Umwelt- und Gesundheitsrisiko für die britische Bevölkerung angeben haben.

Großbritannien macht Medienberichten zufolge einen großen Schritt in Richtung klimafreundlicher Autos. Nach Frankreichs Regierung soll nun auch London am Mittwoch ein ab 2040 geltendes Verkaufsverbot von Diesel- und Benzinfahrzeugen bekanntgeben. Als Grund hätte ein Regierungssprecher das Umwelt- und Gesundheitsrisiko für die britische Bevölkerung genannt. Zum Schutze dieser soll sich Großbritannien rigoros zeigen und neben Verbrennungsmotoren auch Hybridfahrzeuge in das Vorhaben einschließen.

Zum Schutz von Klima und Bevölkerung

Offiziell hat sich das Londoner Umweltministerium noch nicht zu den Meldungen geäußert, doch mehreren Zeitungsberichten zufolge wird die britische Regierung diesen Mittwoch ihr Vorhaben bekanntgeben. Zum Schutz von Klima und Bevölkerung soll ab 2040 neben Benzin- und Dieselmotoren auch der Verkauf von Hybridwagen verboten werden. Damit wären auf britischen Straßen nur noch Fahrzeuge mit Elektroantrieb zugelassen. Erst vor kurzem hatte auch Frankreich bekanntgegeben, Verbrennungsmotoren ab 2040 einen Riegel vorzuschieben und Norwegen ging mit dem Ziel von emissionsfreien Neuwagen ab 2025 noch einen Schritt weiter.

Stimmen aus Deutschland

Am Münchner Ifo-Institut zeigen sich Wirtschaftsforscher wenig begeistert von den Plänen. Laut der Ökonomen wären allein in Deutschland etwa 600.000 Arbeitsplätze vom Verbot der Benziner und Diesel betroffen. Angesichts schärferer Klimavorschriften im kommenden Jahrzehnt würde den Experten zufolge die Nachfrage nach Autos mit Verbrennungsmotoren zum Sinkflug ansetzen. Bislang fallen die Verkaufszahlen von Elektroautos wegen geringer Reichweite und hoher Anschaffungskosten immer noch gering aus.

Autokonzerne reagieren derweil sehr unterschiedlich auf die Entwicklung. Volvo hatte jüngst bekanntgegeben, ab 2019 nur noch Elektro- und Hybridwagen zu verkaufen. Daimler und Volkswagen wollen bis 2025 zwar ein Viertel des Pkw-Absatzes mit alternativen Antrieben bestreiten, halten allerdings weiter an der bestehenden Technik fest. BMW ließ am Dienstag verlauten, dass der angekündigte Elektro-Mini trotz anstehendem Brexit weiter im Oxforder Werk gefertigt werden soll.

Weitere Meldungen im Überblick

  • Daimler legt zu: Trotz der Debatte um Manipulation und Kartell legt der Autobauer kräftig zu. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Absatz im zweiten Quartal um sieben Prozent.
  • Griechenland kehrt zurück: Das hochverschuldete Land ist mit einer fünfjährigen Staatsanleihe an die internationalen Kapitalmärkte zurückgekehrt. Die Athener Regierung nahm damit rund drei Milliarden Euro ein.
  • Peugeot mit dickem Plus: Auch beim PSA-Konzern geht es kurz vor der Opel-Übernahme steil bergauf. Der französische Rautenbauer Peugeot meldet einen historischen Höchststand.

Quellen: Spiegel, Zeit

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