Günstiger Strom dank CO2 Steuer?

Zuletzt aktualisiert am 31.07.2019

Eine neue Steuer ist im Gespräch: Die CO2 Steuer, die sowohl die Tank- als auch die Heizpreise in die Höhe schnellen lassen soll. Doch gibt es nicht nur schlechte Nachrichten; die Bürger sollen an anderer Stelle entlastet werden.

So ist im Gespräch, die seit einiger Zeit auf einem Hoch befindlichen Strompreise zu vergünstigen und Menschen in unsanierten Häusern durch Prämien zu einer Renovierung zu verleiten. Weiterhin sind Anpassungen in Planung, von denen Pendler profitieren.

Geringe Kosten und Prämien

Der Streit um die CO2 Steuer geht in die nächste Runde. Aktuell debattieren Politiker über mögliche Entlastungen an anderer Stelle, die – so sind sich immerhin alle einig – für die Bürger dringend notwendig sind. Wahrscheinlich wird im Zuge der CO2 Steuer, die erhöhte Kosten mit sich bringt, ein anderes Gebiet günstiger: der Strom.

In Hinblick auf die Strompreise steht nämlich eine Abschaffung der so genannten EEG-Umlage im Raum. Über diese Gebühren, die jeder Bürger beim Strombezug mitzahlt, wird Ökostrom finanziert. Wenn sie wegfallen, sinken die Preise für den Verbraucher.

Weiterhin sollen Bewohner von unsanierten Häusern durch (neue) Zuschüsse und Prämien einen Anreiz für einen klimafreundlichen Umbau erhalten. Zwar gibt es bereits solche Förderungen und Steuerentlastungen, allerdings muss nach Meinung von Andreas Jung (CDU/CSU) noch mehr – auch ganz konkrete – Unterstützung erfolgen.

Mehr Ersparnisse für Pendler

Ebenso sollen Pendler seiner Meinung nach berücksichtigt werden: Statt der bisher üblichen Pendlerpauschale ist eine stärkere Mobilitätspauschale vorgeschlagen worden. Wenn ein Arbeitnehmer beispielsweise auf dem Land wohnt, aber in der Stadt arbeitet, hat er momentan häufig keine andere Möglichkeit, als das Auto zu nehmen.

In diesem Fall sollen Ersparnisse winken, wenn auf ein ökologisches Auto gesetzt wird – oder eben den öffentlichen Nahverkehr, der dafür in ländlichen Gebieten dringend ausgebaut werden müsste. Ein anderer Vorschlag, der bislang aber auf wenig Anklang stieß, stammt von Svenja Schulze (SPD) und umfasst eine so genannte „Klimaprämie“.

Demnach sollten alle Bürger eine „Kopfpauschale“ erhalten – nicht nur Pendler aus dem ländlichen Raum. Wie die CO2 Steuer selbst letztlich umgesetzt wird, steht ebenso wenig fest wie mögliche Entlastungen. Einerseits könnte die Erhöhung der Energiesteuer, andererseits ein nationaler Handel mit Emissionszertifikaten anstehen.

Quelle: merkur.de

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