Gute Konjunktur: Deutsche Erwerbstätige arbeiten mehr

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.05.2017

Immer mehr Deutsche leisten immer mehr: Dank der guten Konjunktur steigt die Zahl der Erwerbstätigen weiter an und auch das Volumen der Arbeitsstunden legte kräftig zu. Im ersten Quartal 2017 wurden 15,3 Milliarden Stunden Arbeit geleistet. Damit liegt der Wert so hoch wie seit 25 Jahren nicht mehr. Die Zahl der Erwerbstätigen zog derweil saisonbereinigt ebenfalls an.

Die Deutschen arbeiten so viel wie seit 1992 nicht mehr. Mit 15,3 Milliarden Arbeitsstunden können die Erwerbstätigen im ersten Quartal 2017 das höchste Volumen seit 25 Jahren erreichen. Verantwortlich für den vermehrten Einsatz ist die verbesserte Konjunktur, die auch der Zahl der Erwerbstätigen zugutekam. Um saisonale Effekte bereinigt stieg diese wieder an.

Aufschwung schafft Arbeit

Die Deutschen leisten so viel wie seit langem nicht. Nach neusten Zahlen des Statistischen Bundesamts brachten es in den ersten drei Monaten des Jahres 43,7 Millionen Arbeitnehmer auf 15,3 Milliarden Arbeitsstunden. Damit kommt jeder Erwerbstätige in diesem Zeitraum auf einen Schnitt von 350,7 Stunden und somit 3,2 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Das Volumen wurde auf Basis vorläufiger Zahlen des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung (IAB) berechnet.

Verantwortlich für das höchste Arbeitsaufkommen seit dem dritten Quartal 1992 ist die anhaltend gute Entwicklung des Arbeitsmarktes. Mit der beständigen Konjunkturverbesserung gehen seit Jahren tendenziell rückläufige Arbeitslosenquoten und steigende Erwerbstätigenzahlen einher.

Arbeitnehmerzahlen steigen

Im ersten Quartal 2017 waren 1,5 Prozent mehr Personen erwerbstätig als noch im Vorjahr. Die Zahl ist im direkten Vergleich zum vorangegangenen Quartal zwar um 0,8 Prozent gesunken, doch hängt diese Entwicklung mit saisonalen Effekten zusammen.

Obwohl die Arbeiten, zum Beispiel im Außenbereich, typischerweise ruhten, fiel der Rückgang schwächer aus als gewöhnlich. Bereinigt um die Effekte liegt das Plus bei 0,5 Prozent. Von Januar bis März stieg die Zahl der Erwerbstätigen, gemessen am Vorjahr, um 638.000 und damit etwa 1,5 Prozent auf 43,7 Millionen an. Seit Beginn der gesamtdeutschen Rechnung im Jahre 1991 ist es der höchste Stand innerhalb eines Erstquartals.

Einen Unterschied misst das Statistische Bundesamt bei der Beschäftigung von Selbständigen und Arbeitnehmern. Während die Zahl der ersten Gruppe um 1,7 Prozent auf 39,42 Millionen stieg, war die Zahl der Selbstständigen rückläufig. Sie fiel, einschließlich mithelfender Familienmitglieder, um 0,6 Prozent auf 4,28 Millionen. Neue Jobs warten vor allem im Dienstleistungsbereich, wie dem öffentlichen Dienst, Erziehung und Gesundheit, aber auch in der Bauwirtschaft. Verluste mussten hingegen Sektoren wie das Bank- und Versicherungswesen oder die Land- und Forstwirtschaft hinnehmen.

Weitere Meldungen im Überblick

  • Eurozone bei 1,9 Prozent: Die Inflationsrate in der Eurozone ist von 1,5 Prozent im März, auf 1,9 Prozent im April gestiegen. Damit liegt der Wert nah an den von EZB-Seite empfohlenen Rate von knapp unter zwei Prozent.
  • Hoch für den Euro: Der Euro-Kurs hat ein neues 6-Monatshoch erreicht. Die Gemeinschaftswährung profitiert von einer Dollar-Schwäche und sprang mit 1,11 US-Dollar auf den höchsten Wert seit letztem November.
  • Ermittlungen bei Porsche SE: Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen Manager der Volkswagen-Muttergesellschaft Porsche SE aufgenommen. Vorwürfe wie zu späte Informationen über die finanziellen Folgen des Dieselskandals gehen an VW-Chef Müller, Chefaufseher Pötsch und Ex-Chef Winterkorn.

Quellen: Zeit, Tageschau, Spiegel

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