Hausbesitzer: Höhere Versicherungsbeiträge drohen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.03.2015

Die gestiegene Häufigkeit von Stürmen und Überschwemmungen sowie marode Wasserleitungen machen Gebäudeversicherern zu schaffen. Hausbesitzer sollten sich auf Beitragserhöhungen einstellen. Zahlreiche Versicherer schreiben in der Wohngebäudesparte bereits seit Jahren rote Zahlen.

Hausbesitzer müssen sich auf deutlich höhere Kosten bei der Wohngebäudeversicherung einstellen. Wie die „Frankfurter Allgemeine“ (FAZ) berichtet, haben seit Jahresbeginn einzelne Anbieter ihre Beiträge bereits deutlich erhöht – für vergleichsweise günstige Altverträge sogar um 20 Prozent.

Ausgaben der Versicherer übersteigen die Beitragseinnahmen

Fachleute sind überzeugt, dass weitere Anbieter bei den Beitragserhöhungen nachziehen werden, manchem Hausbesitzer drohe unter Umständen sogar die Kündigung seiner Versicherung. Begründet werden die Beitragserhöhungen damit, dass die Ausgaben der Versicherer zur Schadensregulierung bereits seit geraumer Zeit die Beitragseinnahmen übersteigen. Dieses Ungleichgewicht hat sich durch die unvorhersehbare Zunahme extremer Wetterlagen zugespitzt. Die Versicherer mussten 2013 Sturm- und Hochwasserschäden in Rekordhöhe regulieren. Hinzu kommt, dass aufgrund des hohen Alters vieler Gebäude die Schäden an Wasserleitungen in letzter Zeit deutlich zugenommen haben. „Die Verluste in der Wohngebäudesparte sind für die Versicherer schon seit Jahren ein Problem“, bestätigt Christian Monke vom Versicherungsanalysehaus Franke und Bornberg aus Hannover.

Hausbesitzer sollten bei Beitragserhöhung umgehend Angebote vergleichen

Hausbesitzern, die von ihrem Versicherer über eine Beitragserhöhung benachrichtigt werden, rät die FAZ, umgehend Angebote für Wohngebäudeversicherungen zu vergleichen und gegebenenfalls vom Sonderkündigungsrecht für die bestehende Versicherung Gebrauch zu machen. Dabei ist Eile geboten, denn wenn der Beitragserhöhung innerhalb der angegebenen Frist nicht zugestimmt wird, kündigt die Versicherungsgesellschaft den Vertrag. Dies hat nicht nur zur Folge, dass Hausbesitzer ohne Versicherungsschutz sind – eine Kündigung durch den Versicherer erschwert auch den Vertragsabschluss bei einem neuen Anbieter. Laut FAZ sei es daher besser, zunächst die Beitragserhöhung anzunehmen und den Vertrag selbst zu kündigen, wenn ein neuer Anbieter gefunden ist.

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