Hersteller geben Rekordrabatte auf Neuwagen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 11.04.2017

Es sind gute Zeiten für Fans des Neuwagen-Dufts: Autohersteller gewähren auf deutschen Märkten aktuell Rabatte in Rekordhöhe. Selbst bei Premiummarken können Interessenten derzeit auf hohe Nachlässe hoffen. Das ergab eine Erhebung des CAR-Forschungszentrums der Universität Duisburg-Essen, die immense Rabattpolitik trotz hervorragender Konjunktur zeigte.

Die Rabatte deutscher Autohersteller auf Neuwagen haben ein Rekordniveau erreicht. Hiervon sind sogar Autos im Premium-Segment betroffen, die jetzt so günstig wie schon lange nicht mehr zu haben sind. Zu dieser Erkenntnis kam jetzt das Car-Forschungszentrum an der Universität Duisburg-Essen. Demnach liegt das Rabattniveau momentan bei mehr als einem Drittel über dem Durchschnittswert aus dem Januar, ungeachtet der guten Konjunktur.

Internet-Rabatte und Eigenzulassungen freuen Interessenten

Konkret war das Rabattniveau im März um 35 Prozent höher als im Januar 2010. Auch im Vergleich zu letztem Februar war es noch gestiegen. Dabei nutzen die Hersteller verschiedene Methoden, um potenziellen Kunden den Autokauf schmackhaft zu machen. 

Internet-Rabatte und spezielle Sonderangebote werden hier genauso angeboten wie attraktive Eigenzulassungen. Deren Anteil lag im März bei 32,6 Prozent, im Februar bei 34,2 Prozent, was jeweils circa ein Drittel aller Neuzulassungen ausgemacht hat. Diese Tageszulassungen werden kurzfristig angemeldet und daraufhin mit hohen Rabatten veräußert. 

Zusätzlich sind oft Rabatte möglich, wenn beim Fahrzeugkauf Bar gezahlt wird. Ein solcher Barzahlerrabatt kann etwa dann ausgehandelt werden, wenn über einen Autokredit das nötige Kapital beschafft wurde.

Verantwortlich ist erneut der Diesel-Skandal

Auslöser für die umfassenden Rabatte ist die nach wie vor angespannte Marktsituation aufgrund der Diesel-Affäre. Zuletzt hatte vor allem der Verursacher Volkswagen mit deutlich zurückgegangenen Zulassungszahlen zu kämpfen gehabt. Die generelle Unsicherheit der Diesel-Technologie gegenüber, zusammen mit neuen Umweltplänen einiger Landesregierungen, machen den Antrieb jetzt aber markenübergreifend unattraktiver. 

Die Unsicherheit der Kunden wird vor allem deutlich, wenn die konkret angebotenen Sonderleistungen betrachtet werden. Denn hier sind es besonders inklusive Wartungs- und Garantieangebote, die zum Kauf bewegen. Nach einem Abfall der Diesel-Zulassungen im März um 2,8 Prozent - verglichen zum Vorjahresmonat – liegt der Diesel-Anteil an allen zugelassenen Autos lediglich noch bei 40,6 Prozent. Zusätzlich sind es in erster Linie Firmen, die sich für Diesel entscheiden. Im Januar und Februar 2017 lag der Anteil der Privatleute an den Diesel-Neuzulassungen bei lediglich einem guten Viertel.

Weitere Meldungen des Tages

  • Mieterhöhungen dürfen nicht willkürlich erfolgen: Laut dem Amtsgericht Ludwigsburg sollten Mieter die Gründe einer Mieterhöhung genau überprüfen. Denn die Erhöhung sei nur dann wirksam, wenn sich die Begründung auf ein Sachverständigengutachten, einen Mietspiegel oder Vergleichswohnungen beziehe.
  • Erfolgreiche Klagen gegen VW: Hunderte deutsche Fahrer von VW-Dieselfahrzeugen haben Volkswagen auf Schadensersatz verklagt – bisher waren rund 50 Klagen erfolgreich. Bisher sei jedoch keines der Urteile rechtskräftig, sagte ein Sprecher des Autoherstellers.
  • Steigende Ölpreise zu Ostern: Schlechte Nachrichten für deutsche Autofahrer – aufgrund der gestiegenen Ölpreise müssen sie sich pünktlich zu Ostern auf erhöhte Tankkosten einstellen.

Quellen: Wirtschaftswoche, Finanzen.net, Weser-Kurier

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