Höhere Strompreise in Deutschland – auch Gas ist betroffen

Zuletzt aktualisiert am 05.07.2019

Nach wie vor steigen die Strompreise in Deutschland an – günstigere Kosten sind nicht in Sicht. Starke, regionale Schwankungen ergeben sich durch die Netzentgelte, die individuell erhoben werden.

Auch die Gaskosten sind von dem Hoch betroffen. Während der bundesweite Durchschnitt der Strom- und Gasgebühren bei 2.410 Euro pro Familie im Jahr liegt, müssen in der teuersten Stadt fast 2.800 Euro dafür hingelegt werden.

Strom- und Gaspreise auf Rekordhoch

Schon seit Beginn des Jahres 2019 bewegen sich die Strompreise deutschlandweit auf einem Hoch – ebenso die Kosten für Gas. Durchschnittlich 2.410 Euro für 4.000 kWh Strom und 20.000 kWh Gas werden aktuell im Jahr fällig. In diesem Preisspektrum bewegen sich etwa Potsdam, Dortmund und Hildesheim.

Die Top 5 der teuersten Städte liegt hingegen mindestens zehn Prozent höher als dieser Bundesschnitt. Insgesamt 100 Städte deutschlandweit befinden sich über dem Durchschnittspreis, den ein Vergleichsportal unlängst ermittelte. Klarer Anführer in Sachen teurer Strom und Gas ist die Stadt Bamberg mit 2.793 Euro durchschnittlichen Jahreskosten pro Familie. Knapp 2.700 Euro müssen weiterhin die Anwohner der Stadt berappen, die auf Platz zwei der Liste steht: Heidelberg (2.697 Euro Durchschnittskosten). Dahinter befindet sich die Stadt Schwerte mit durchschnittlichen Kosten von 2.669 Euro im Jahr.

Starke Schwankungen an der Strombörse

Dass so viele Städte über dem – ohnehin hohen – Bundesdurchschnitt liegen, kann an verschiedenen Faktoren liegen. Starke Schwankungen im Handel an der Strombörse sind vermutlich einer davon. An drei Tagen im Juni gab es heftige Unterschiede bezüglich des Preises für eine Megawattstunde. Während diese normalerweise für rund 10 Euro gehandelt wird, lag sie am 29. Juni für einen kurzen Zeitraum in einem Bereich über 37.000 Euro. Die genauen Gründe dafür sind noch nicht bekannt.

Auch schlagen die Netzentgelte je nach Region unterschiedlich hoch zu Buche. Sie beeinflussen ein Viertel des gesamten Preises für Strom und Gas und müssen vom Anbieter bezahlt werden, damit die Energie beim Netzbetreiber ankommt. Aufgrund dieser Gebühren kann es sein, dass solche Preisschwankungen deutschlandweit auftreten, wie es aktuell der Fall ist.

Quelle: bild.de 

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