Höhere Versicherungsprämien 2017 wahrscheinlich

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 26.10.2016

Für Auto- und Immobilienbesitzer könnten die Versicherungsprämien im kommenden Jahr spürbar steigen. Schuld sind die zahlreichen Schäden durch Naturgefahren und im Fall der Kfz-Versicherung auch die immer teurere Technik, die in neuen Fahrzeugen verbaut ist. Auf lange Sicht gibt es allerdings zumindest für Autobesitzer Hoffnung auf sinkende Beiträge.

Mit dem Jahreswechsel beginnt bei vielen Policen auch ein neues Versicherungsjahr. Und das könnte für viele deutsche Verbraucher höhere Versicherungsprämien mit sich bringen. Vor allem in der Autoversicherung und der Wohngebäudeversicherung rechnet der Rückversicherer Hannover Rück 2017 mit steigenden Beiträgen für die Versicherten.

Gestiegene Durchschnitts-Schadenshöhe und Unwetterschäden als Prämientreiber

Um durchschnittlich drei Prozent dürften die Versicherungsprämien für Teilkasko- und Vollkaskoversicherung steigen, so die Einschätzung von Hannover-Rück-Manager Andreas Kelb. Gründe seien zum einen die gestiegene Schadenshöhe durch immer teurere Technik, die in modernen Fahrzeugen verbaut ist, sowie die hohen Schäden durch Unwetter, so Kelb einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge. Von Juli 2015 bis Juli 2016 sei die Höhe der versicherten Schäden Kelb zufolge um durchschnittlich fünf Prozent gestiegen.

Neue Technologien könnten Kfz-Versicherungsprämien langfristig senken

Auf lange Sicht könnten moderne Technologien allerdings eher zu einem Absinken der Versicherungsprämien führen als zu weiteren Erhöhungen. Hannover-Rück-Vorstand Michael Pickel prognostiziert, dass das Gesamtvolumen der Prämien in der Kfz-Versicherung durch die Ausbreitung von Assistenzsystemen und dem autonomen Fahren in den nächsten zehn Jahren deutlich sinken könnte.

Versicherungsprämien bei Wohngebäudeversicherung

Immobilienbesitzer können bei der Wohngebäudeversicherung hingegen kaum auf langfristig sinkende Beiträge hoffen. Hier haben die zahlreichen Unwetter der vergangenen Jahre für Schäden in Millionenhöhe gesorgt, die von den Versicherern reguliert werden mussten. Sofern es nicht bald einschneidende Klimaschutzmaßnahmen geben sollte, ist eine Abnahme von verheerenden Schäden durch Unwetter und eine daraus resultierende Senkung der Versicherungsprämien unwahrscheinlich. Erst kürzlich hatte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) darauf hingewiesen, dass der Abstand zwischen den Jahren mit schweren Schäden durch Naturgefahren in Deutschland schrumpft und die schadenarmen Jahre abnehmen. Es kommt erschwerend hinzu, dass das anhaltende Niedrigzinsumfeld es der Versicherungswirtschaft immer schwerer macht, die erforderlichen Mittel für die Regulierung der höheren Schäden zu erwirtschaften. 

Quellen: T-Online/dpa, Hannover Rück/Presseportal

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