Immobilienfinanzierung: Schema X durchbrechen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 17.10.2018

Wenn Eigenkapital und Bausparvertrag nicht ausreichen, um das Eigenheim zu finanzieren, führt der Weg unweigerlich zur Bank. Doch läuft die Kreditvergabe oftmals nach einem bestimmten Schema ab. Immobilienkäufer sollten überlegen, bei welchen Aspekten eine Änderung wünschenswert ist.

Gerade durch die steigenden Immobilienpreise greifen immer mehr Familien auf eine Finanzierung zurück. Da in den vergangenen Jahren oft leichtfertig Kredite vergeben wurden und infolgedessen Verluste für die Banken eintraten, müssen Kreditnehmer aktuell bei der Finanzierung mit einem Aufschlag von fünf bis sechs Prozent rechnen. Dieser setzt sich aus zwei Prozent Zinsen und mindestens drei Prozent Tilgung zusammen.

Finanzielle Mittel im Vorfeld prüfen

Grund genug, vor der Kreditaufnahme alle wichtigen Eckdaten sorgfältig zu prüfen. Die individuelle Beratung hinsichtlich der Finanzierung geht mittlerweile mehr und mehr verloren; ein bestimmter Ablauf ist an der Tagesordnung. Der Spielraum für Abweichungen ist gering – nicht immer zum Vorteil der Kreditnehmer. Doch können sie aus dem „Schema X“ ausbrechen, indem sie selbst in gewisser Weise tätig werden.

Die genaue Kalkulation der Finanzierung steht dabei am Anfang. Beleuchtet werden beispielsweise Bausparverträge, Geldsummen aus Erbe und Schenkungen, selbst angespartes Kapital und natürlich das Haushaltseinkommen. Anschließend wird die monatlich verfügbare Summe berechnet, die für den Kreditnehmer zu stemmen ist. Wer sich diese Berechnung allein nicht zutraut, sollte in diesem Schritt auf einen Finanzexperten vertrauen.

Kosten im Blick – und im Zweifelsfall gleich zur Bank

Auch bei der Immobilienauswahl selbst können Eigenheiminteressenten auf die Unterstützung durch Experten setzen. So prüfen Bausachverständige vor Ort, ob die Immobilie den Anforderungen gerecht wird und sich als rentable Investition entpuppt. Ein wichtiger Faktor ist weiterhin die Beurteilung, ob Sanierungsmaßnahmen notwendig sind. Auch diese schlagen mit nicht unerheblichen Kosten zu Buche, die es zu bewältigen gilt. Zu guter Letzt sollten Kreditnehmer die zusätzlichen Kosten neben dem eigentlichen Immobilienpreis und Zinsen für die Bank nicht vergessen. Notargebühren, die Grunderwerbsteuer und die Kosten für die Eintragung ins Grundbuchamt werden generell nicht von Banken finanziert und müssen selbst getragen werden.

Und wenn es doch einmal eng werden sollte, trotz aller Vorbereitung und guter Planung? Dann führt kein Weg am Bankberater des Vertrauens vorbei. Möglichst früh über den finanziellen Engpass zu sprechen, kann dabei helfen, eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden.

Quelle: Tagesspiegel.de

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