Immobilienfonds gewinnen an Beliebtheit

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.10.2016

Durch die Niedrigzinsphase kommt es zu Neuorientierungen auf dem Kapitalmarkt. Immobilienfonds gehören dabei zu den Gewinnern und werden zunehmend beliebter. Unter anderem wegen steigender Immobilienpreise ist dieser Bereich lukrativ. Die Gefahr einer Immobilienblase schätzen Experten aber als gering ein.

Immer mehr Verbraucher nutzen Immobilienfonds für ihre Geldanlage. Vor allem angesichts der Niedrigzinsphase wird dieser Bereich attraktiv. Sowohl private als auch institutionelle Anleger investieren gerne hier, holen sich Immobilienaktien in ihr Depot und erhoffen sich davon bessere Renditen als auf dem übrigen Kapitalmarkt.

Immobilienfonds ziehen zahlreiche Anleger an

2015 wurde mit Vonovia zum ersten Mal ein Immobilienwert Teil des DAX. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) sieht das als deutliches Zeichen für die steigende Beliebtheit von Immobilienaktien als Geldanlage. Mehrere Immobilienfonds gehören inzwischen laut dem Fondsverband BVI zu den größten Publikumsfonds Deutschlands, beispielsweise der Deka Immobilien Europa. Immobilienfonds müssen zurzeit sogar immer wieder darauf verzichten, neue Mittel anzunehmen, weil sie diese gar nicht so schnell investieren können, wie sie sie erhalten. Die Immobilienbranche profitiert von den aktuell niedrigen Kapitalmarktzinsen. Dadurch können Immobilien deutlich günstiger finanziert werden als noch vor einigen Jahren. Doch auch eine andere Entwicklung ist günstig für Immobilienunternehmen. Gegenüber der „FAZ“ erklärt Thomas Neuhold, Analyst beim Finanzdienstleister Kepler Cheuvreux: „Wenig Neubau und sinkender Leerstand führen zwangsläufig zu höheren Preisen und Mieten, von denen die Konzerne profitieren.“

Experten befürchten keine Immobilienblase

Die deutlichen Preissteigerungen, wie sie zum Beispiel auch in den USA und in Spanien vor dem Zusammenbrechen der dortigen Immobilienmärkte zu beobachten waren, sind nach Einschätzung von Experten noch kein Grund, eine Immobilienblase zu befürchten. Georg Kanders vom Bankhaus Lampe kommentiert laut „FAZ“: „Wer sich Spanien und die Vereinigten Staaten vor dem Platzen der Immobilienblase anschaut, da ist die jetzige Situation in Deutschland ein Witz dagegen.“ Die Preise in den genannten Ländern seien fast ausschließlich mit Fremdkapital gezahlt worden, wohingegen hierzulande der Anteil des Eigenkapitals an der Finanzierung üblicherweise 50 Prozent oder mehr betrage. Im internationalen Vergleich seien die Preise in Deutschland zudem noch niedrig. Eine Immobilienblase liegt laut Kanders also noch in weiter Ferne.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

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