Indexfonds überholen erstmals Hedgefonds

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 29.07.2015

Indexfonds ziehen in der Gunst der Anleger erstmals an Hedgefonds vorbei. Ihr Volumen hat das der Hedgefonds im zweiten Quartal dieses Jahres überholt. Seit Ausbruch der Finanzkrise befinden sich die leicht zu händelnden Fonds, die in der Regel einen Aktienindex nachbilden, auf Wachstumskurs. Im Vergleich zu den nicht nur ethisch in Verruf geratenen Hedgefonds punkten sie mit einigen Vorteilen.

Börsengehandelte Indexfonds, auch Exchange Traded Funds oder kurs ETFs genannt, verwalten erstmals mehr Geld als Hedgefonds. Das berichtet das „Manager Magazin“ unter Berufung auf das Analyseunternehmen ETFGI. Das Volumen sowohl von Indexfonds als auch von Hedgefonds befand sich am Ende des zweiten Quartals auf einem Rekordniveau.

Indexfonds sollen 2020 ein Volumen von sechs Billionen US-Dollar haben

Mit insgesamt 2,971 Billionen US-Dollar haben Indexfonds weltweit betrachtet das Volumen der Hedgefonds hinter sich gelassen. Dieses liegt bei 2,969 Billionen US-Dollar und damit ebenfalls so hoch wie noch nie. Zahlenmäßig stehen 5.800 Indexfonds rund um den Globus 8.500 Hedgefonds gegenüber. Und der Wachstumskurs der Indexfonds scheint sich fortzusetzen. Derzeit legen sie 20 Prozent pro Jahr zu und sollen nach den Erwartungen der US-Großbank Goldman Sachs bis 2020 die Sechs-Billionen-Dollar-Marke durchbrechen. Indexfonds, die seit 1998 als Möglichkeit zur Geldanlage in Deutschland angeboten werden, befinden sich seit dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers auf einem steilen Wachstumskurs.

Der Unterschied zwischen Indexfonds und Hedgefonds

Im Gegensatz zu den in den vergangenen Jahren in Verruf geratenen Hedgefonds bestechen Indexfonds durch ihre geringeren Kosten. ETFs bilden stur einen Aktienindex, beispielsweise den DAX, nach. Da sie keine weiteren Entscheidungen oder Strategien erfordern, können diese Fonds weitgehend passiv gemanagt werden. Bei Hedgefonds hingegen kommen Anleger kaum ohne Manager aus, die in der Regel zwei Prozent des verwalteten Vermögens und 20 Prozent der Profite einstreichen.

Hedgefonds sind in ihrer Zusammensetzung breit gestreut. Darin können sich Wertpapiere, Devisen, Anleihen, Derivate, Kredite, Unternehmensbeteiligungen und vieles mehr befinden. Sie haben das Ziel, ihren Anlegern in jeder Börsensituation Gewinne zu bescheren. Dabei wird oft riskant gewettet, zum Beispiel auf sinkende Kurse und Währungseinbrüche.

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