Inflation auf knapp zwei Prozent gestiegen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 02.02.2017

Die Inflation kratzt an der Zwei-Prozent-Marke und Zinsen sind so niedrig wie noch nie. Nur auf Tagesgeldkontos oder in Sparbüchern angelegt, verliert der Besitz schnell an Wert. Aktien, Fonds und Wertpapiere erzielen im Vergleich gute Renditen und gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Zwar unterliegen sie höheren Kursschwankungen als klassische Sparoptionen, doch punkten sie in Zeiten von Inflation und Nullzinsen mit Wertentwicklung.

Geld auf der hohen Kante ist längst nicht mehr so sicher, wie es manchem Sparer wohl lieb wäre. Niedrigzinsen und eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent fordern ihren Tribut und machen Tagesgeldkonten und Sparbücher zum verlustreichen Geschäft. Mit höheren Kursschwankungen zählten Wertpapiere und Fonds bisher eher nicht zu den sichersten Optionen, doch bieten sie mehr Wertentwicklungsmöglichkeiten als klassische Sparanlagen.

Geld wird immer weniger wert

Im Januar ist die Inflation in Deutschland auf 1,9 Prozent gestiegen und liegt damit erstmals so hoch wie seit Juni 2013 nicht mehr. Der Wert des Geldes fällt kontinuierlich und das Leben der Verbraucher wird teurer. Im Normalfall gilt eine Teuerung von zwei Prozent für die Europäische Zentralbank als Idealwert für eine stabile europäische Geldpolitik. Prekär wird die Lage für Sparer jedoch mit den sich hartnäckig haltenden Niedrigzinsen.

Tagesgeld erzielt beispielsweise durchschnittlich nur noch 0,2 Prozent Zinsen im Jahr. Als die Inflationsrate in Deutschland das letzte Mal über zwei Prozent lag, konnten diese noch gut ein Prozent ausschütten. Bis 2010 lag die Inflationsrate sogar deutlich unter der Zinslinie und Sparer wurden belohnt. Der Hauptgrund für die niedrigen Raten, die einigen Ökonomen Grund zur Sorge um eine Deflation gaben, lag in den fallenden Energiepreisen.

In der derzeitigen Lage sehen sich Sparer und Besitzer von Tagesgeldkonten mit ständigem Wertverlust konfrontiert. Ein schneller Anstieg der Zinsen ist laut EZB dennoch nicht allzu bald zu erwarten. Auswege liegen im stärkeren Konsum oder der Investition in Anlagen mit Wertsteigerungspotenzial.

Fonds, Depots und Wertpapiere als Alternative?

Grundsätzlich gelten sowohl Aktien als auch Depots und Fonds als renditestarke Anlagemöglichkeit. Kurzfristige Unsicherheiten und höhere Kursschwankungen sind in der derzeitigen Zinsentwicklung für viele Anleger zunehmend hinnehmbare Aspekte.

100 Euro, die monatlich und über einen Zeitraum von 20 Jahren in einem Fond mit deutschen Aktien angelegt werden, könnten historisch betrachtet ungefähr auf eine jährliche Rendite von etwa sechs Prozent kommen. Aus 24.000 Euro würden laut einer Statistik des Fondsverbandes so über 45.000 Euro. Bei einer Einzahlung über 30 Jahre läge die Rendite sogar bei 7,4 Prozent.

Quellen: Spiegel, Handelblatt

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