Inflation schluckte deutsche Ersparnisse

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 26.09.2017

Die immer niedrigeren Zinsen sind nicht mehr dazu in der Lage, die Sparverluste durch die Inflation auszugleichen. Das führt dazu, dass deutsche Ersparnisse jährlich etwa ein Fünftel ihres Wertes verlieren – so eine neue Berechnung. Das absolut betrachtete Vermögen steigt also nicht wirklich um die Summe, die der Sparer zur Bank bringt. Am stärksten sind die Verluste dabei in den neuen Bundesländern.

Laut einer Studie der Comdirect-Bank werden die Sparleistungen der Deutschen durchschnittlich um 19 Prozent gemindert. Umgerechnet bedeutet das, dass etwa jeder fünfte gesparte Euro, der auf der Bank liegt, verloren geht. Der Grund dafür ist, dass die realen Zinsen unter Berücksichtigung der Inflation negativ sind. Die niedrigen Zinsen, die bei Bankeinlagen gelten, sind nämlich nicht hoch genug, um die Inflation zu kompensieren. Das bedeutet, dass bei der durchschnittlichen jährlichen Ersparnis eines Deutschen von 2.200 Euro im Endeffekt nur 1.800 Euro übrigbleiben.

Auch regionale Unterschiede beim Wertverlust

Die Berechnungen zeigen, dass dieser Effekt nicht überall in Deutschland gleich stark ist. In den ehemaligen DDR-Bundesländern sind die Verluste prozentual am höchsten. In Mecklenburg-Vorpommern werden 28 Prozent der jährlichen Ersparnisse von der Inflation geschluckt. Die durchschnittlich gesparten 1.100 Euro sind effektiv also nur noch knapp 800 Euro wert – ein Verlust von etwa 300 Euro. Vermutlich liegen die Werte daran, dass im ehemaligen Ostdeutschland besonders viele Ersparnisse in Bankeinlagen liegen. Hier ist der Wertverlust am deutlichsten spürbar.

Absolut am höchsten liegen die Verluste allerdings in Hessen. Hier liegt die Wertminderung zwar nur knapp über den durchschnittlichen 19 Prozent (21 Prozent), doch die Ersparnisse sind am höchsten. Dadurch gibt es jährlich einen effektiven Wertverlust von 552 Euro.

Andere Sparmaßnahmen können vor Wertverlusten schützen

40 Prozent der deutschen Ersparnisse stecken derzeit in Bankeinlagen, die ungeschützt dem Wertverlust ausgesetzt sind. Suchen Sie am besten nach alternativen Geldanlagen. Eine gute Möglichkeit ist die Investition in Wertpapiere. Diese eignen sich gut, um ein langfristiges finanzielles Polster für die Altersvorsorge aufzubauen – auch wenn es natürlich ein gewisses Risiko gibt. Bei der Auswahl des Verwalters, bei dem die Wertpapiere erworben werden sollen, kann der FinanceScout24 Depot-Vergleich helfen; so erkennen Sie, wo die Kosten für Ihre Geldanlage am geringsten sind.

Quellen: comdirect, Stuttgarter Zeitung

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