Inflation steigt weiter: Höchster Stand seit April

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.09.2017

Das Statistische Bundesamt hat jetzt die Inflationswerte für den Monat August veröffentlicht. Das Ergebnis: Der Preisanstieg geht weiter. Drei Monate in Folge hat die Inflation somit inzwischen zugenommen, zuletzt um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besondere Treiber der Inflation waren auch im August wieder Energiepreise und Speisefette. Zuletzt waren die Preise im April mit zwei Prozent stärker angestiegen.

Vor allem die deutliche Verteuerung von Energiepreisen und Speisefetten wie Butter haben die Inflation noch einmal befeuert. Das ist den jetzt veröffentlichten Daten zur Inflation im Monat August des Statistischen Bundesamtes zu entnehmen. Die Teuerung betrug im Vergleich zum August 2016 1,8 Prozent, was den dritten Anstieg der Inflationsrate in drei Monaten bedeutet. Stärker war die Inflation mit zwei Prozent zuletzt im April angewachsen.

Auch Kaltmieten und Lebensmittel werden weiterhin teurer

Wie in den vorherigen Monaten sind vor allem die erneut um 2,3 Prozent verteuerten Energiepreise für den anhaltenden Anstieg der Inflation verantwortlich. Hier sind neben den steigenden Strompreisen und Gaskosten auch Benzinpreise inbegriffen, die sich um knapp vier Prozent verteuert haben. Für die Verbraucher besonders deutlich ist aber wohl in erster Linie der Preisanstieg bei Speisefetten und –ölen. Butter kostete im August dieses Jahres verglichen mit dem August 2016 immerhin fast 60 Prozent mehr.

Aber auch die Lebensmittelpreise allgemein verzeichnen eine Teuerung von drei Prozent und liegen somit merklich über der Gesamtteuerung. Lediglich Gemüse ist tatsächlich günstiger geworden. Auch die Lage auf dem Immobilienmarkt hat sich noch einmal verschärft: Die durchschnittlichen Kaltmieten verzeichnen ein Plus von 1,7 Prozent.

Europäische Zentralbank hat ihr Inflationsziel in Deutschland fast erreicht

Die aktuellen Zahlen dürften die Europäische Zentralbank (EZB) freuen. Denn die strebt für die gesamte Eurozone Inflationsraten von knapp zwei Prozent an, die den jüngsten Veröffentlichungen zu Folge so gut wie erreicht sind. Der Rest der Eurozone kann da allerdings noch nicht mithalten. Im Durchschnitt lag die Gesamtinflationsrate hier bei gerade einmal 1,3 Prozent. Die Zielsetzung der EZB ist umstritten. Die Verantwortlichen betonen allerdings, dass sich nur so eine optimale Konjunkturentwicklung realisieren ließe.

Quellen: Welt.de, Spiegel Online, Bild.de

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