Inflation stiehlt Großteil der Lohnsteigerung

Zuletzt aktualisiert am 26.06.2017

Es ist ein mäßiges Plus, das sich in den Portmonees der Republik bemerkbar macht. Die Kaufkraft der Deutschen zog aufgrund der höheren Inflation so schwach an wie seit zwei Jahren nicht mehr. Die Verdienste stiegen mit 2,6 Prozent zwar stärker als in den drei Vorquartalen, doch kam nicht viel bei den Verbrauchern an. Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass die Reallöhne im ersten Quartal insgesamt um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum anstiegen.

Von den gestiegenen Löhnen hatten deutschen Verbraucher im ersten Quartal des Jahres nur wenig. Zwar lag die Verdienststeigerung bei 2,6 Prozent und damit höher als in den drei Vorquartalen, doch machte sich die höhere Inflation deutlich bemerkbar. Das Statistische Bundesamt teilt mit, dass die Reallöhne lediglich um 0,6 Prozent gestiegen seien. Die Kaufkraft erhöhte sich dementsprechend so schwach wie seit zwei Jahren nicht.

Ein geringes Plus

Trotz der steigenden Verbraucherpreise konnten sich Arbeitsnehmer über mehr Geld freuen - unterm Strich fiel ihr Verdienstzuwachs jedoch eher mager aus. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden teilte am Freitag ein Plus von 0,6 Prozent mit. Dieser Wert liegt erstmals seit Ende 2013 unter einem Prozent. Zu Beginn des Jahres lag die Inflation bei 1,9 Prozent und damit zwar nah an dem von der Europäischen Zentralbank empfohlenen Richtwert, jedoch auch so hoch wie seit 2012 nicht mehr. Grund dafür waren vor allem die anziehenden Preise von Benzin und Heizöl.

Dennoch höhere Löhne

Dabei hatte sich der Zuwachs bei den Nominallöhnen sogar mit überdurchschnittlichen 2,6 Prozent präsentiert. Diese lassen jedoch das veränderte Preisniveau außer Acht und so kommt bei den Beschäftigten letztlich wenig an. Trotzdem dürften die zum 13. Quartal in Folge angestiegenen Löhne einen positiven Einfluss auf die Konsumlaune der Deutschen nehmen. Das Anheben des Mindestlohns von 8,50 auf 8,84 Euro schlug sich laut der Behörde nicht offensichtlich nieder. In leitender Position konnten die deutschen die größte Steigerung genießen. Hier zogen die Löhne, hauptsächlich aufgrund von gestiegenen Sonderzahlungen, um 3,7 Prozent an. Das Verdienstplus von Teilzeitbeschäftigten lag bei drei Prozent, während Vollzeit- und geringfügig Beschäftigte jeweils 2,6 beziehungsweise ein Prozent mehr bekamen. In den neuen Bundeländern stieg der Verdienstzuwachs mit 3,3 Prozent stärker als im Westen (2,6 Prozent).

Weitere Meldungen im Überblick

  • Commerzbank erwartete Minus: Die Commerzbank hat sich auf eine Strategie zur Restrukturierung geeinigt. Dass die Rückstellungen ins zweite Quartal gebucht werden, lässt unterm Strich jedoch rote Zahlen zurück.
  • VW zahlt doch an Deutsche: Bislang hat sich VW geweigert, deutsche Kunden in der Dieselaffäre zu entschädigen. Nun wurden drei gegenteilige Urteile akzeptiert. Laut VW ist dies eine Ausnahme, die Anwälte der Gegenseite sprachen von der Trendwende.

Quellen: Spiegel, FAZ

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