Inflation: Teuerungsrate wieder gestiegen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 06.10.2016

Die Teuerungsrate in Deutschland hat im September 2016 den größten Anstieg seit Mai 2015 erlebt. Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lag die Inflation vergangenen Monat bei 0,7 Prozent. Während Konsumenten höhere Verbraucherpreise hinnehmen müssen, freuen sich  Experten über den Anstieg. Für die Europäische Zentralbank (EZB) wäre allerdings eine noch größere Inflation wünschenswert.

Der Anstieg der Teuerungsrate lässt Ökonomen aufatmen: Die im September gestiegenen Verbraucherpreise sind für die meisten Bundesbürger im Alltag kein Grund zur Freude, sorgen aber dafür, dass die Gefahr einer Deflation zunächst gebannt scheint.

Teuerungsrate bei durchschnittlich 0,7 Prozent

Die vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass Waren und Dienstleistungen die bundesdeutschen Verbraucher im September durchschnittlich 0,7 Prozent mehr kosteten als ein Jahr zuvor. Damit kam es zum größten Anstieg der Teuerungsrate seit Mai 2015. Im August lag die Teuerungsrate noch bei 0,4 Prozent. Ökonomen hatten laut „Spiegel Online“ einen Anstieg auf 0,6 Prozent erwartet. Unter anderem die Nahrungsmittelpreise, die um 0,4 Prozent gestiegen sind, sorgten für den Gesamtanstieg. Dagegen sind die Energiekosten um 3,6 Prozent niedriger als im Vorjahr. Auf dem Girokonto des einzelnen Bürgers machen sich steigende Verbraucherpreise zwar negativ bemerkbar, gesamtwirtschaftlich sind sie aber wichtig. Andernfalls kann es zu einer Deflation kommen, die Preise, Löhne und Investitionen drückt.

EZB wünscht sich weiteren Anstieg der Verbraucherpreise

Nach Einschätzung der EZB ist eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent optimal für die Entwicklung der Konjunktur. Deutschland bleibt also trotz des deutlichen Anstiegs im September noch deutlich unter diesem Wert. Ökonom Stefan Kipar von der BayernLB geht laut „Spiegel Online“ davon aus, dass die EZB ihr Anleihenkaufprogramm, das vorerst bis März 2017 geplant ist, noch ausweiten wird, um die Inflation weiter voranzutreiben.

Dabei spielt nicht nur die Teuerungsrate in Deutschland eine Rolle, sondern die der gesamten Eurozone. Doch auch in Spanien kam es im September zu einem Anstieg um immerhin 0,3 Prozent. Davor waren die Verbraucherpreise seit Juli 2015 nicht mehr gestiegen.

Quelle: Spiegel Online

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