Interesse an Ausbildungsplätzen soll gesteigert werden

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 25.04.2019

Viele Schüler entscheiden sich nach dem Abschluss für ein Hochschulstudium – gerade am Gymnasium sind Ausbildungsplätze wenig populär. Das soll in der kommenden Zeit anders werden, fordert jetzt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU). Vor allem im Nordosten und Teilen Bayerns fehlen junge Menschen, die sich für die Ausbildung entscheiden.

Doch der Berufsbildungsbericht aus dem Jahr 2018 zeigte auch, dass im Ausbildungsbereich zunehmend Chancen bestehen. Mehr Ausbildungsstellen und mehr Bewerber zeichneten sich ab. Auch wurden viele Auszubildende im Anschluss vom Ausbildungsbetrieb übernommen und konnten so direkt ins weitere Berufsleben starten.

Mindestausbildungsvergütung soll helfen

Angesichts des aktuellen Berufsbildungsberichts betonte Anja Karliczek (CDU), wie wichtig es ist, für Ausbildungsberufe zu werben. An Gymnasien entscheidet sich nach wie vor die Mehrheit für das Hochschulstudium. Hier soll verstärkt gezeigt werden, dass auch in der Ausbildung attraktive Chancen warten. Der Vorschlag über einen Mindestlohn in der Ausbildung, die so genannte Mindestausbildungsvergütung, kommt da gerade recht. So ist von einem minimalen Lohn von 515 Euro im ersten Lehrjahr die Rede. Die genauen Eckdaten und auch der Zeitpunkt der Einführung müssen aber noch verhandelt werden; allerdings wurde die Mindestvergütung bereits im Koalitionsvertrag festgelegt.

Alarmierend sind im aktuellen Berufsbildungsbericht vor allem die Zahlen, die sich auf junge Erwachsene ganz ohne einen Berufsabschluss beziehen. So wurde das Ziel einer so genannten maximalen „Ungelerntenquote“ von 8,5 Prozent wieder einmal verfehlt. Auch gibt es regional große Lücken auf dem Ausbildungsmarkt: 60.000 unbesetzte Ausbildungsstellen deutschlandweit sorgten 2018 für einen traurigen Rekord. Vorwiegend in einigen Regionen von Bayern sowie im Nordosten fehlt es an geeignetem Nachwuchs im Ausbildungsbereich.

Berufsbildungsbericht malt auch positives Bild

Der Berufsbildungsbericht fördert allerdings auch gute Nachrichten zutage: So gab es 17.000 mehr Ausbildungsstellen als im Vorjahr und allgemein eine gestiegene Zahl an Bewerbern. Weiterhin wurden sechs Prozent mehr Auszubildende übernommen als im Vorjahr: Dreiviertel der frisch Ausgebildeten durften im vergangenen Jahr direkt im Betrieb bleiben.

Das ist ganz klar ein weiterer Vorteil, der bei der „Werbung für Ausbildungsplätze“ zugutekommen wird. Immerhin sorgt die Aussicht auf eine Festanstellung für Motivation. Ob diese wiederum mit der Attraktivität eines Hochschulstudiums mithalten kann, bleibt aber abzuwarten.

Quelle: tagesschau.de 

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