Investment: Wo die meisten Aktionäre leben

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 02.11.2015

München, der Hochtaunus und Starnberg: In den wohlhabenden Regionen Deutschlands leben auch die meisten Aktionäre. Anders sieht es in Ostdeutschland aus. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg stehen Anleger Aktien offenbar skeptisch gegenüber. Insgesamt sind die Deutschen kritisch bezüglich Aktieninvestments – und vergeben so die Chance auf renditestärkere Geldanlagen.

In München besitzen 17,8 Prozent der Einwohner ein Depot. Ebenfalls viele Aktionäre wohnen im Speckgürtel von Frankfurt am Main: Im Hochtaunuskreis haben sich 14,9 Prozent, im Main-Taunus-Kreis 14,1 Prozent für ein Investment an der Börse entschieden. Auch im Land München (14,1 Prozent) und Starnberg (14,3 Prozent) haben vergleichsweise viele Anleger in Aktien investiert.

Dies geht aus einer in dieser Form erstmalig erstellten bundesweiten Aktionärserhebung hervor, deren Ergebnisse der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) exklusiv vorliegen. Die Untersuchung basiert auf Daten der Comdirect Bank, des Daten-Management-Dienstleisters Acxiom und Umfragen der Gfk.

Überraschend wenig Aktionäre in den Großstädten

Die neun Landkreise, die die meisten Aktionäre beheimaten, befinden sich allesamt in Bayern und Hessen. Es folgt Baden-Baden auf Platz 10. Hier wagen 12,9 Prozent das Investment an der Börse. Auffallend ist, dass mit Ausnahme der bayerischen Landeshauptstadt in den Großstädten vergleichsweise wenige Aktionäre leben. In der Finanzmetropole Frankfurt besitzen nur 11 Prozent der Einwohner Wertpapiere. Hamburg befindet sich mit 9,4 Prozent auf Platz 129 und Berlin mit 8,3 Prozent auf Platz 216. Noch zurückhaltender sind die Menschen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Im Landkreis Elbe-Elster im Süden Brandenburgs haben nur 4,1 Prozent ein Depot.

Geringe Risikobereitschaft hält vom Investment an der Börse ab

Insgesamt fällt das Börsen-Investment in Deutschland sehr gering aus. „Die Studie zeigt, dass es den Deutschen vielerorts leider noch an Akzeptanz gegenüber Aktien mangelt“, erklärte Comdirect-Vorstandsvorsitzender Arno Walter der Zeitung. Aus früheren Umfragen sei bekannt, dass die Deutschen auch bei der Altersvorsorge zurückhaltend seien, weshalb als Geldanlage oft nur Sparbuch und Festgeld blieben, worauf es derzeit so gut wie keine Zinsen gebe.

Der Grund für die Abneigung der Deutschen gegenüber Aktien ist vor allem die Angst vor dem Risiko. In der Umfrage sollten die Teilnehmer ihre Risikobereitschaft auf einer Skala von 1 bis 7 einschätzen. Der risikofreudigste Landkreis Erlangen erreichte auf der Skala einen Wert von mehr als sechs. Die obersten 15 Plätze auf der Risiko-Skala nehmen bayerische Landkreise ein. Am unteren Ende finden sich Landkreise aus Thüringen und Sachsen. 

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