IW-Studie - Einkommen in Deutschland

Zuletzt aktualisiert am 14.08.2019

Wie viel verdient Deutschland – und ab wann gehören Arbeitnehmer zu den zehn Prozent der Bestverdiener? Das ermittelte kürzlich eine IW-Studie, die sich auf Daten aus dem Jahr 2016 bezieht.

Auffällig sind Unterschiede zwischen Stadt und Land sowie zwischen Alleinerziehenden und kinderlosen Singles. Auch das „Mindesteinkommen“, das Deutsche zu den Top-Verdienern macht, mag den einen oder anderen überraschen.

Einkommensunterschiede

Eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft deckt auf: Schon ab einem Nettoverdienst von 3.440 Euro monatlich zählen Arbeitnehmer zu den zehn Prozent der deutschen Oberschicht in puncto Einkommen. Neben dieser Erkenntnis zeigt sich durch die Studie bei der Gehaltsverteilung vor allem ein Unterschied zwischen Stadt und Land sowie zwischen Alleinerziehenden und Singles ohne Kinder. Landbewohner verdienen somit deutlich weniger als Menschen, die in der Stadt leben.

Ebenso drastisch fallen die Differenzen zwischen Alleinerziehenden mit Kind und allein lebenden Singles ins Auge; erstere gehören sogar mit 1.309 Euro durchschnittlichem Nettoverdienst zum ärmsten Einkommensviertel. Neben den Unterschieden zwischen Alleinerziehenden und Singles spielen auch die Differenzen zwischen Ost- und Westdeutschland sowie das Vorhandensein von Eigentum eine Rolle in Hinblick auf das Einkommen.

Das mittlere Nettoeinkommen von Menschen in Mietwohnungen und -häusern beläuft sich auf 1.493 Euro, bei Menschen in Wohneigentum auf ganze 2.252 Euro. Weniger deutlich sind hingegen Unterschiede zwischen den Verdiensten von Männern und Frauen.

Durchschnitt bei 1.869 Euro netto

Durchschnitt bei 1.869 Euro netto Die IW-Studie basiert auf Daten aus Haushaltsbefragungen des Jahres 2016. Im Fokus dabei: das bedarfsgewichtete, mittlere Einkommen. Dieses berücksichtigt unterschiedliche Ausgaben – zum Beispiel für den Wohnraum oder Versicherungspakete wie für die gesetzliche Krankenversicherung – nach Haushaltsgröße und ermittelt so den Nettoverdienst. Im Schnitt kam die Studie auf einen Durchschnittsverdienst von 1.869 Euro.

Das bedeutet, dass die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer mehr und die andere weniger verdient. Was bei der Studie überrascht: Schon ab 3.440 Euro netto im Monat gehört der Arbeitnehmer zu den Bestverdienern – wenn es sich um einen Single handelt. Bei kinderlosen Paaren oder Paaren, deren erwachsene Kinder bereits in einem eigenen Haushalt leben, liegt die Grenze für die oberen zehn Prozent bei mindestens 5.160 Euro netto. Somit dürften wahrscheinlich mehr Menschen zu Deutschlands Top-Verdienern gehören, als sie selbst vermuten.

Quelle: handelsblatt.com

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