Jeder fünfte Sparer spart Geld zu Hause

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 27.01.2018

In so gut wie jedem deutschen Haushalt wird Bargeld aufbewahrt. In der Regel geht es dabei um überschaubare Beträge von maximal einigen hundert Euro. Doch laut einer telefonischen, repräsentativen Befragung von TNS Emnid im Auftrag der Postbank horten immerhin sieben Prozent der Deutschen mehr als 1.000 Euro in bar in den eigenen vier Wänden. Davon knapp zwei Prozent sogar mehr als 10.000 Euro.

Insbesondere junge Sparer sind es, die bevorzugt auf Bargeld und das Sparschwein zu Hause setzen. Nur zwölf Prozent der Gruppe der 16- bis 29-jährigen legt sein Geld in Wertpapieren an – und verschenke damit laut der Postbank viel Rendite. Schließlich liegt die Verzinsung bei Bargeld bei null Prozent. Selbst Festgelder und Tagesgelder werfen im Umfeld der Niedrigzinsen nur wenig Zählbares ab.

Nachholbedarf bei jungen Sparern

Grundsätzlich zeigt die Studie der Postbank, dass die Deutschen eine vernünftige Menge Bargeld in ihrer Wohnung lagern. 53 Prozent der Befragten hat weniger als 300 Euro zu Hause, 17 Prozent kommen auf maximal 1.000 Euro. Bemerkenswert ist aber, dass es gerade jüngerer Sparer sind, die auf das klassische Sparschwein setzen. Jeder zehnte Befragte zwischen 16 und 29 spart 1.000 Euro und mehr Zuhause. Ganze 38 Prozent der Altersklasse spart sein Geld im Sparschwein, das ist mehr als doppelt so viel wie der Durchschnitt aller Generationen.

„Offenbar besteht in der jungen Generation Nachholbedarf an Informationen zum Umgang mit Geld. Junge Menschen heben Ersparnisse nicht nur überdurchschnittlich häufig zu Hause auf, sondern parken sie so oft wie keine andere Altersklasse auf dem Girokonto“, kommentiert Holger Jünke von der Postbank die Ergebnisse der Studie. „In Wertpapiere investieren lediglich zwölf Prozent – der Durchschnitt liegt doppelt so hoch.“

Bargeld-Sparer verzichten auf Rendite

Gegen das Sparen an sich ist freilich nichts einzuwenden, im Gegenteil. Allerdings verzichten „Heim-Sparer“ auf Rendite. Selbst die gering verzinsten Tagesgeldkonten bieten deutlich bessere Zinsen als Bargeld – denn das wirft keine Erträge ab.

Wer auf vergleichsweise sichere Aktien- und ETF-Strategien im eigenen Depot setzt, kann im Schnitt sogar zwischen drei und sieben Prozent Gewinn pro Jahr erwirtschaften. Zumal die Hausratversicherung bei Diebstahl oder Verlust von Bargeld durch Brände nur einen prozentualen Anteil des Schadens ersetzt – bis zu einer Höchstgrenze von meist 1.500 Euro.

Quellen: Postbank

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