Keine Gebühren mehr beim Bezahlen mit Kreditkarte

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.01.2018

Mit dem Beginn des neuen Jahres kommen wieder einige Änderungen auf Verbraucher zu. Positiv zeigen sich dabei die Kreditkartengebühren, denn ab dem 13. Januar 2018 dürfen Händler für Bezahlungen per Kreditkarte keine Aufschläge mehr erheben. Bisher mussten Verbraucher hierbei beispielsweise für Online-Hotelbuchungen hohe Zusatzgebühren in Kauf nehmen. Bis Mitte Januar muss die neue EU-Zahlungsdienstrichtlinie auch in deutsches Recht umgesetzt werden.

In zahlreichen Online-Shops und auch im stationären Handel können Verbraucher längst mit der Kreditkarte zahlen. Das Problem: Viele Händler verlangten bisher Aufschläge für die Nutzung der Karte.

Damit ist spätestens ab dem 13. Januar 2018 Schluss. Dank der neuen EU-Richtlinie für den Zahlungsverkehr sind die Aufschläge beim Zahlen per Kreditkarte nicht mehr zulässig.

Lufthansa stellt zum 10. Januar um

Wer für das kommende Jahr eine Reise plant, sollte den Kauf der Flugtickets noch um einige Tage verschieben. Denn schon ab Mitte Januar wird der Kauf günstiger. Ganze 25 Euro sparen etwa Kunden der Lufthansa, wenn sie die Tickets per Kreditkarte bezahlen. Am 10. Januar stellt die Airline die Erhebung von Zusatzgebühren bei Zahlungen mit der Karte komplett ein. Spätestens ab dem 13. Januar gilt das dann auch für alle anderen Airlines, Hotelseiten und den Handel im Allgemeinen.

Die neue EU-Zahlungsdienstrichtlinie zielt jedoch nicht nur auf Kreditkarten ab. Auch für Überweisungen und Lastschriften sind Aufschläge grundsätzlich verboten. Das gilt sowohl on- als auch offline.

Nach und nach haben bereits etliche Unternehmen auf die Gesetzesneuerung reagiert. So hat die Deutsche Bahn die Gebührenpraxis schon am 10. Dezember geändert. Zuvor mussten Bahnkunden bis zu drei Euro pro Ticket bezahlen, wenn sie eine MasterCard- oder Visa-Kreditkarte nutzten.

Gebühren bei PayPal weiter zulässig

Trotz der Gesetzesänderung sind die Gebühren bei Bezahlung via PayPal weiter zulässig. Zwar nutzen mehrere Millionen Deutsche den Bezahldienst, er wird aber gesetzlich (noch) nicht als „gängiges“ Verfahren angesehen.

Deshalb hat PayPal jetzt selbst reagiert: Ab dem 09. Januar ist es Händlern verboten, einen Aufschlag für Bezahlungen über den Dienst zu erheben. Geschehe dies doch, behalte sich PayPal das Recht vor, den Händler von der Nutzung auszuschließen.

Quellen: WELT.de, derwesten.de

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