Kfz: Junge und Senioren verursachen viele Schäden

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 02.12.2016

Mehr Schäden, die im Schnitt auch noch höher ausfielen als im Vorjahr. Für die deutschen Autoversicherer brachte 2015 offenbar einiges an Arbeit und höhere Kosten für die Regulierung von Schadensfällen mit sich. Insgesamt fahren die deutschen Autofahrer offenbar weniger umsichtig. Das gilt besonders für die ganz jungen und die betagteren Personen hinterm Steuer..

3.293 Euro – so viel zahlten die deutschen Autoversicherer 2015 im Schnitt für jeden der regulierten Schäden in der Kfz-Haftpflicht. Dies geht aus einer gemeinsamen Kraftfahrtstatistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hervor, über die das „Versicherungsjournal“ berichtet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies nur ein leichtes Plus von 0,5 Prozent, insgesamt ist die Zahl der Unfälle jedoch gestiegen.

Besonders viele Schadensfälle bei jungen Autofahrern

Rein statistisch gesehen hatten im vergangenen Jahr von 1.000 Autofahrern 65 einen Schaden zu beklagen, der über ihre Kfz-Haftpflichtversicherung reguliert wurde. Im Jahr zuvor war es ein Schadensfall weniger auf 1.000 Versicherte. Damit ist die Schadenshäufigkeit um knapp 1,6 Prozent gestiegen. Es gibt allerdings deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Schadenfreiheitsklassen. Bei Autofahrern mit wenig Fahrerfahrung in den Schadenfreiheitsklassen 0 und 1 stieg die Unfallhäufigkeit deutlich stärker, nämlich um 6,1 und 2,6 Prozent. Dass es besonders häufig junge Autofahrer sind, die in Unfälle verwickelt werden, zeigt auch ein Blick auf das Alter des jüngsten Fahrers bei einem erweiterten Fahrerkreis. Die mit 121 Schadensfällen pro 1.000 versicherten Fahrzeugen größte Unfallhäufigkeit gibt es, wenn der jüngste Fahrer bis 18 Jahre alt ist. Bei 19-jährigen Autofahrern liegt sie mit 116 Schäden nur unwesentlich niedriger und auch 20-Jährige sind immerhin noch für 105 Schadensfälle pro 1.000 Fahrzeugen verantwortlich. Und die jungen Fahrer sind nicht nur besonders häufig in Unfälle verwickelt, sondern verursachen dabei auch überdurchschnittlich hohe Schäden

Alter schützt vor Schäden nicht – ganz im Gegenteil

Es sind allerdings nicht nur die jungen Autofahrer, die für überdurchschnittlich viele Schadensfälle bei den Versicherern sorgen. Auch Senioren steuern trotz jahrzehntelanger Fahrpraxis oft nicht mehr ganz so souverän durch den Straßenverkehr. Bei Autofahrern ab 73 Jahren klettert die Zahl der Schadensfälle mit 69 je 1.000 Pkw auf einen überdurchschnittlichen Wert. Und je älter die Senioren werden, desto größer ist offenbar die Gefahr eines Schadens: In den folgenden Altersgruppen nimmt die Schadenshäufigkeit konsequent zu. Bei den über 82-jährigen Autofahrern liegt sie bei einem Wert von 101 je 1.000 Autos. Mehr als jeder Zehnte in dieser Altersgruppe hat also einen Schaden verursacht.

Quelle: Versicherungsjournal

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