Kfz-Kredite: Auf Zinssatz und Gebühren achten

Zuletzt aktualisiert am 26.09.2018

Autos stets in bar bezahlen? Die meisten Menschen wählen aktuell eine andere Variante: Den Kfz-Kredit. Kein Wunder, locken doch die Banken mit niedrigen Zinsen oder Null-Finanzierungs-Angeboten. Bei der Auswahl eines Kredits sollte es aber auf weit mehr ankommen als nur auf den Zinssatz.

Versteckte Gebühren, beispielsweise durch eine unnötige Restschuldversicherung, sollten bei Kfz-Krediten im Vorfeld überprüft werden. Auch entspricht der genannte Zinssatz im Online-Vergleich nicht immer der Realität; Schuld ist die eigene Bonität.

Kfz-Kredit manchmal nur auf den ersten Blick attraktiv

Allein die Kredite, die sich nicht auf die Finanzierung von Immobilien beziehen, erreichten im ersten Halbjahr 2018 eine Summe von 77,3 Milliarden Euro. Durch Kredite mit einem konkreten Verwendungszweck – wie die Kfz-Kredite – lassen sich so manche Gebühren einsparen. Diese Kredite werden von zahlreichen Banken wie etwa der Santander oder Postbank angeboten. Während der ersten Jahreshälfte 2018 konnten über eine Million Fahrzeuge durch diese zweckgebundenen Kredite finanziert werden. Die Gründe liegen auf der Hand: Niedrige Zinsen, auf den ersten Blick wenig Risiken. Doch verbirgt sich hinter so manchem, vermeintlich guten Angebot nicht immer ein Top-Kfz-Kredit. Im Gegenteil: Wer nicht auf das Kleingedruckte achtet, wird nach der Bonitätsprüfung und dem Einreichen der benötigten Daten für den Kreditantrag mitunter eine Enttäuschung erleben. Denn die niedrig angegebenen Zinsen im Online-Vergleich entsprechen nicht immer dem persönlichen Beitragssatz. Das liegt daran, dass eine schlechte Bonität oder die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe als Kreditnehmer den Zinssatz mitunter um mehrere Prozentpunkte anheben kann.

Kreditrate gemäß dem Einkommen wählen

Auch sollten die Zinsen im Einklang mit der Kreditlaufzeit und dem Haushaltsnettoeinkommen stehen. Das bedeutet in der Praxis: Je kürzer die Laufzeit, desto niedriger die Zinsen – aber auch desto höher die Belastung während der Finanzierung. Maximal 40 Prozent des Nettoeinkommens sind als Kreditrate monatlich empfehlenswert. Es sollten dabei unvorhergesehene Ereignisse, wie eine Krankheit, Arbeitsunfähigkeit oder ungeplante Ausgaben aufgrund von Reparaturen einkalkuliert werden. Im Zuge dessen kommt häufig das Thema der Restschuldversicherung auf. Diese würde weitere Kreditnehmer, wie etwa den Partner oder die Partnerin, im Fall eines Ausfalls der Zahlungsraten absichern. Sie ist aber nur in wenigen Fällen tatsächlich nötig. Meist deckt bereits eine Unfall- oder Risikolebensversicherung diese Risiken ab. Auch das gilt es im Vorfeld abzuwägen, wenn der geeignete Kfz-Kredit gesucht wird.

Quelle: weser-kurier.de

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