Schaden melden oder selbst regeln? Kfz-Versicherung bestmöglich nutzen

Zuletzt aktualisiert am 12.10.2018

Im Schadensfall mit dem PKW lassen Betroffene üblicherweise die Kfz-Versicherung gleich für den Schaden aufkommen. Doch ist das nicht immer die beste Lösung: Ein höherer Beitrag durch eine andere Einstufung kann schon beim vermeintlich kleinen Blechschaden die unangenehme Folge sein. Manchmal ist es daher besser, die Kosten selbst zu tragen.

Eine weitere Alternative, welche die oftmals bis zu zehn Prozent teurere Rückstufung in eine andere Schadenfreiheitsklasse vermeidet, ist die Vereinbarung eines Rabattschutzes. Diese wird schon bei Abschluss der Versicherung getroffen. Sie hat zwar ebenfalls höhere Beiträge in der Kfz-Versicherung zur Folge, schneidet aber im Vergleich zu schlechten Schadenfreiheitsklassen meist besser ab.

Risiko Rückstufung: Auch bei Blechschäden gegeben

Kleiner Kratzer oder große Beule: Jeder Autounfall – auch, wenn es sich bloß um einen harmlosen Blechschaden handelt – kann sich auf die Beiträge in der Kfz-Versicherung auswirken. Immer dann, wenn die Versicherung einen Schaden übernehmen muss, kann es je nach Vertrag passieren, dass der oder die Versicherte in eine andere Schadenfreiheitsklasse eingestuft wird.

Besonders häufig trifft es UnfallverursacherInnen. In manchen Fällen ist die Rückstufung sehr teuer und bedeutet angestiegene Beiträge über mehrere Jahre hinweg. Die ursprüngliche Schadenfreiheitsklasse zu erreichen, ist schwierig und langwierig. Da kommt zu Recht die Frage auf, ob sich die kostenintensive Rückstufung von vorneherein vermeiden lässt.

Rückstufung durch Rabattschutz oder Selbstzahlung vermeiden

Eine Möglichkeit, die Schadenfreiheitsklasse dauerhaft zu sichern, ist der so genannte Rabattschutz. Diese Vereinbarung wird allerdings bereits beim Abschluss der Kfz-Versicherung getroffen und ist in der Regel nicht im Nachhinein möglich. Von vorneherein sind die zu zahlenden Beiträge etwas höher, dafür ist eine Rückstufung nicht vorgesehen. Der Rabattschutz gilt nicht für Fahranfänger, die im Alter bis 23 oder 25 (je nach Versicherungsvertrag) einen Unfall verursachen. Auch ist es nicht möglich, den Rabattschutz auf eine neue Versicherung zu übertragen. Dies sollte bei einem möglichen  Kfz-Versicherungswechsel zum Jahresende bedacht werden.

Alternativ kann der oder die Versicherte auch die Kosten des entstandenen Schadens selbst begleichen. Das ist bis zu einer bestimmten Grenze möglich – und auch sinnvoll. Die Einmalzahlung von einigen hundert Euro schlägt im Vergleich zur langfristigen Rückstufung im Normalfall weniger zu Buche.

Quelle: wn.de

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