Kfz-Versicherung: Jetzt Sonderkündigungsrecht nutzen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.12.2017

Mit dem Beginn des Dezembers endete das reguläre Kündigungsrecht von Autofahrern für ihre Kfz-Versicherung. Doch wer bei seiner Autopolice im Jahr 2018 doch noch sparen will, hat oft eine letzte Chance: das Sonderkündigungsrecht. Von diesem können Versicherungsnehmer Gebrauch machen, wenn der Kfz-Versicherer die Beiträge passend zum neuen Jahr erhöht. Allerdings sollten Verbraucher ganz genau in die Schreiben der Versicherungsgesellschaften schauen, denn nicht jede Erhöhung ist als solche erkennbar.

Bis zum 30. November hatten Versicherte Zeit, ihre Kfz-Versicherung fristgemäß für das kommende Jahr zu kündigen. Wer allerdings nach diesem Stichtag einen Brief seiner Versicherungsgesellschaft erhält, kann Glück im Unglück haben. Benachrichtigt die Police hierin über eine Erhöhung der Beiträge, besteht für Versicherungsnehmer ein Sonderkündigungsrecht.

Beitragserhöhungen bedingen gesonderte Kündigung

Haben Verbraucher den Stichtag zur Kündigung ihrer Police verpasst, können sie unter Umständen doch noch eine günstigere Kfz-Versicherung für das kommende Jahr finden. Wie der Bund der Versicherten aufzeigt, besteht insbesondere bei Beitragserhöhungen ein Sonderkündigungsrecht. Es gilt: Fallen die Prämien für das nächste Jahr bei gleichbleibenden Leistungen höher aus, darf der Verbraucher den Vertrag auch noch im Dezember kündigen. Die Frist liegt hier bei einem Monat nach dem Eingang der Benachrichtigung über die Beitragserhöhung. Wer den Brief also beispielsweise am 20. November erhalten hat, kann noch bis zum 20. Dezember kündigen und die Kfz-Versicherung wechseln.

Allerdings sind Preiserhöhungen teilweise nicht als solche erkennbar. So könnte die Versicherung etwa den Schadensfreiheitsrabatt für unfallfreies Fahren steigern. Dadurch wird diese implizierte Beitragserhöhung geschickt kaschiert. Aus diesem Grund müssen die Versicherungen einen Vergleichsbeitrag ausweisen. Dieser gibt an, wie hoch der Jahresbeitrag für die Police ausfiele, gäbe es keine Änderungen etwa beim Schadensfreiheitsrabatt.

Drei weitere Kündigungsgründe

Ein Recht auf Sonderkündigung haben Verbraucher auch dann, wenn sich die Versicherungsbedingungen ändern. Bei einem Fahrzeugwechsel kann die Police – sogar ohne Einhaltung von Fristen – ebenfalls gewechselt werden. Tritt der Versicherungsfall an sich ein, kann der Versicherte bis zu einen Monat lang kündigen, wenn die Versicherung die Schadenregulierung zusagt, sie endgültig ablehnt oder zu Unrecht verweigert.

Quellen: Financescout24, WirtschaftsWoche

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