Kfz-Versicherung: Ratenzahlung erhöht Kosten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 20.10.2017

Circa 50 Prozent der Autofahrer zahlen ihre Kfz-Versicherungsbeiträge in Raten – also monatlich, viertel- oder halbjährlich. Das ergab eine aktuelle Studie der Plattform Finanztip. Während die jeweils zu bezahlenden Beträge so übersichtlicher und kleiner scheinen, bedeutet diese Zahlungsweise unterm Strich aber deutliche Mehrkosten: Insgesamt kostet die Ratenzahlung deutsche Kraftfahrzeughalter jährlich 590 Millionen Euro zusätzlich, die bei einer Einmalzahlung nicht anfallen würden.

Ratenzahlungen wirken in viele Kontexten attraktiv: Die zu zahlenden Beträge sind übersichtlich und durch die regelmäßigeren Zahlungen wird die Bezahlung nicht so schnell vergessen. Was aber in anderen Zusammenhängen gilt, stimmt auch im Bereich der Kfz-Versicherung: Das Aufteilen der Beiträge über das ganze Jahr verteuern den zu zahlenden Gesamtpreis, so das Ergebnis einer Studie von Finanztip. 50 Prozent der deutschen Fahrzeughalter, die ihre Versicherungsbeiträge in Raten zahlen, leben mit Mehrkosten von insgesamt 590 Millionen Euro jährlich.

Die Kosten steigen im Schnitt um neun Prozent

Über 41 Millionen private PKW sind im deutschen Straßenverkehr unterwegs. Da die Kfz-Zulassung zwingend mit einer entsprechenden Versicherung einhergeht, zahlen genauso viele Personen die Kfz-Versicherung – für durchschnittlich 420 Euro. Werden die Beiträge aber in Raten bezahlt, steigen die Gesamtkosten um durchschnittlich neun Prozent. Am stärksten trifft die Verteuerung Verbraucher, die monatliche Ratenzahlung wählen.

Bei circa 20 Millionen Versicherungsverträgen, die in Raten bedient werden, addiert sich das zu einer jährlichen Gesamtzusatzbelastung von 590 Millionen Euro auf. Es ist Kfz-Haltern also dringend davon abzuraten, sich für die etappenweise Zahlung zu entscheiden.

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Fahrzeughalter wechseln zu selten die Versicherung

Ratenzahlungen sind aber nicht der einzige Faktor, der Kfz-Versicherungen spürbar verteuert. Vor allem der fehlende Wechselwille von Kfz-Haltern kostet sie am Ende viel Geld. Wie die Studie zeigt, hat jeder dritte Fahrzeughalter noch nie seine Kfz-Versicherung gewechselt. Dabei sorgt die jährlich vorgenommene Neueinstufung der Autos nach Typ- und Regionalklassen dafür, dass ein anderer Anbieter eine günstigere Risikoeinschätzung vornehmen könnte.

Ein regelmäßiger Kfz-Versicherungsvergleich ist deshalb essenziell, um nachhaltig günstige Beiträge zu zahlen. Es empfiehlt sich, bereits im Oktober entsprechende Vergleiche vorzunehmen, wenn die Tarife für das Folgejahr veröffentlicht werden. So bleibt Zeit bis Ende November, um den idealen Anbieter zu finden und den Wechsel vorzunehmen.

Quelle: Finanztip.de

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