Kommt die Zinswende? Bauzinsen aktuell etwas höher

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 22.11.2016

Wendet sich jetzt das Blatt auf dem Markt für Bauzinsen? Aktuell haben bereits einige deutsche Geldinstitute an der Zinsschraube gedreht. Eine deutliche Zinserhöhung ist das zwar noch nicht, aber möglicherweise ein Signal. Eine Ursache für die steigenden Hypothekenzinsen ist offenbar die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA.

Die Deutsche Bank tut es, ING Diba, die Hypovereinsbank und die Allianz auch: Sie erhöhen aktuell die Bauzinsen. Bislang in nur geringem Maße, doch die Entwicklung für Baukredite weist nach langer Talsohle eindeutig wieder nach oben. Und zwar seit der Präsidentschaftswahl in den USA. Die gewann bekanntermaßen der Immobilienmogul Donald Trump.

Keine Zinserhöhungen vor der US-Wahl

Auf den ersten Blick wirkt die Zinserhöhung relativ überschaubar. Die ING Diba zum Beispiel hat die Bauzinsen aktuell um 0,2 Prozentpunkte angezogen und die Allianz um 0,3 Prozentpunkte. So wie sie haben das insgesamt 50 Banken, Sparkassen und andere Baufinanzierer in Deutschland gemacht. Und zwar samt und sonders nach der Wahl von Donald Trump zu 45. US-Präsidenten, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet. Seitdem gibt es hierzulande auf breiter Front für die Baufinanzierung kaum noch einen Zinssatz von weniger als einem Prozent, sofern die Zinsen auf zehn Jahre festgeschrieben sind.

Bedeutung der Zinserhöhung für die Verbraucher

Aufgrund dieser leichten Zinserhöhung muss allerdings kein angehender Immobilienkäufer gleich in Panik geraten und sich zu einer vorschnellen Baufinanzierung hinreißen lassen. Allerdings empfiehlt es sich für sie, die marktbeeinflussenden Faktoren zu beobachten, die die aktuellen Bauzinsen bestimmen. Das ist hierzulande in erster Linie die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe, die zwischenzeitlich sogar ins Minus gerutscht war. Seit der US-Wahl von ist ihre Rendite allerdings von 0,19 auf 0,33 Prozent gestiegen. In den Vereinigten Staaten ist ein ähnlicher Renditesprung bei Staatsanleihen zu verzeichnen. Die Rendite der US-Schuldverschreibung kletterte von 1,85 auf 2,29 Prozent. Wie kommt das?

Unsicherheit treibt die Bauzinsen aktuell in die Höhe

Die Märkte schielen auf die Politik von Donald Trump, über die bislang noch wenig bekannt ist, und auf die seit langem erwartete Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve, kurz Fed. Aber weil in dieser Hinsicht noch viel Unsicherheit mit im Spiel ist, haben die Kapitalmarktzinsen in den USA angezogen und in deren Sog auch die deutschen. Das schlägt bereits auf hiesige Immobilienaktien durch. So haben große Gesellschaften wie Vonovia, Deutsche Wohnen oder TLG seit Trumps Wahl Abschläge verzeichnen müssen. Das Problem dahinter: Steigen die Kosten für Baukredite, dann senkt das die Attraktivität von Immobilienanlagen. Das Geld fließt dann in andere Investmentformen ab.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

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