Konjunktur in Deutschland: Spürbarer Aufwärtstrend

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 24.01.2015

Die Konjunktur in Deutschland kommt schneller wieder in Schwung, als bislang angenommen. Vor allem der drastische Preisverfall beim Rohöl könnte für ein stärkeres Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr sorgen. Die Inflationsprognosen der Bundesbank müssen hingegen nach unten korrigiert werden.

Nach Ansicht der Bundesbank könnte die deutsche Wirtschaft 2015 stärker wachsen, als bislang angenommen. Wie aus dem aktuellen Monatsbericht der Bundesbank hervorgeht, haben sich die Aussichten für die Konjunktur in Deutschland zum Jahresbeginn aufgehellt. Die deutsche Wirtschaft löse sich offenbar schneller aus der seit dem Frühjahr 2014 anhaltenden Schwächephase, als vielfach erwartet.

Ölpreisverfall hat positive Auswirkung auf Konjunktur in Deutschland

Die Notenbanker sehen vor allem den drastisch gefallenen Ölpreis als Auslöser für die gesteigerten Konjunkturerwartungen. Dieser war in die ursprüngliche Prognose von einem Prozent Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr noch nicht eingeflossen. „Da der Großteil des Rohölpreisrückgangs noch nicht in die Dezember-Prognose eingeflossen ist, ergeben sich spürbare Aufwärtschancen für das dort prognostizierte Wirtschaftswachstum in den Jahren 2015 und 2016“, so die Bundesbank-Volkswirte im Monatsbericht für den Januar 2015.

Positives Konsumklima schürt Hoffnung auf Wirtschaftswachstum

Hinzu komme ein „ausgesprochen positives Konsumklima“, das sich günstig auf die Konjunkturerwartungen auswirkt. Auch hierbei spielt der Ölpreis eine entscheidende Rolle. „Bleiben die Rohölnotierungen auf dem gegenwärtigen Stand, dürften die Verbraucherpreise in Deutschland im laufenden Jahr nur wenig steigen, und vorübergehend könnten die Vorjahresraten sogar negativ ausfallen“, so die Bundesbank. Die bisherige Inflationsprognose der Notenbank von 1,1 Prozent für 2015 und 1,8 Prozent für 2016 muss also nach unten korrigiert werden. 

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