GfK: Konsumklimaindex steigt erstmals wieder

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 29.12.2015

Der Konsumklimaindex der GfK Gesellschaft für Konsumforschung steigt in der Prognose für Januar zum ersten Mal seit vier Monaten wieder an. Neben einer gleichbleibend hohen Anschaffungsneigung der Verbraucher sind nun auch die Werte für Konjunktur- und Einkommenserwartung gestiegen.

Der Konsumklimaindex des Marktforschungsinstituts GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) steigt für Januar 2016 zum ersten Mal seit vier Monaten wieder an. Für den Index werden monatlich 2.000 repräsentativ ausgewählte Verbraucher befragt, wie sie die Entwicklung von Konjunktur und Einkommen in den nächsten zwölf Monaten einschätzen und wie es um ihre Bereitschaft zu größeren Anschaffungen, der sogenannten Anschaffungsneigung, steht. Aus diesen drei Werten wird der Konsumklimaindex berechnet, der die Konsumneigung der Verbraucher widerspiegelt.

Konsumklimaindex erholt sich

Seit seinem Wert von 10,1 im August war der Konsumklimaindex stetig gefallen, bis er im Dezember nur noch bei 9,3 lag. Für Januar prognostizieren die Marktforscher von der GfK erstmals seit vier Monaten wieder einen Anstieg, und zwar auf den Wert 9,4. Dadurch ist der Abwärtstrend vorerst beendet. Es besteht also eine gute Grundlage für das Konsumjahr 2016 und es zeigt sich, dass die Terroranschläge von Paris im November sich bislang nicht negativ auf die Konsumneigung der deutschen Verbraucher ausgewirkt haben. Die Werte sind insgesamt höher als vor einem Jahr: Im Dezember 2014 lag der Konsumklimaindex bei 8,7, im Januar 2015 bei 9,0.

Konjunktur- und Einkommenserwartung der Verbraucher steigt

Die Konjunkturerwartung ist sogar seit sechs Monaten stetig zurückgegangen, doch im Dezember stieg der Wert erstmals wieder deutlich. Die positive Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts und der damit verbunden der Beschäftigungszahlen sorgen für Optimismus bei den Bundesbürgern. Auch die Einkommenserwartung hat in diesem Zusammenhang deutlich zugelegt und erreicht den höchsten Wert seit August dieses Jahres.

 

Die Anschaffungsneigung der Verbraucher bleibt dagegen auf ihrem bereits hohen Niveau. Hier legt der Indikator noch einmal leicht zu und erreicht damit fast das Vorjahresniveau. Als Grund hierfür sieht die GfK unter anderem die niedrigen Zinsen, durch die das Sparen mit Festgeld oder Tagesgeld wenig attraktiv für viele Verbraucher ist und sie ihr Geld lieber ausgeben.

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