Kontogebühren sorgen für Beschwerden bei der Bafin

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 01.01.2017

Die Finanzaufsicht Bafin sammelt die Beschwerden von Bankkunden und zeigt in ihrer Auswertung, dass es vor allem Kontogebühren sind, die die Verbraucher im ausgehenden Jahr verärgert haben. Insgesamt gingen aber weniger Beschwerden bei der Behörde ein als noch vor zwei oder drei Jahren.

Aktuell sorgen besonders die von vielen Kreditinstituten neu eingeführten Kontogebühren für Unmut bei Bankkunden. Das zeigt eine Auswertung der Beschwerden, die die Finanzaufsicht Bafin bis kurz vor Weihnachten erreicht haben. Doch auch IT-Probleme der Banken haben die Kunden in diesem Jahr verunsichert.

Kontogebühren verärgern Verbraucher

Insgesamt gingen bis Weihnachten 3.950 Beschwerden bei der Bafin ein – für viele waren die in der Niedrigzinsphase steigenden Kontogebühren die Ursache. Wie „Heise online“ mit Bezug auf die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, erklärte eine Sprecherin der Behörde: „Erhöhen sich die Kosten, wenden sich Verbraucher typischerweise an die Bafin und fragen nach der Zulässigkeit solcher Maßnahmen – so etwa bei der derzeit zu beobachtenden Einführung von Kontoführungsentgelten für bislang kostenfreie Konten.“ Neben den Kontogebühren haben aber auch die Softwareprobleme einiger Kreditinstitute Beschwerden verursacht. So kam es zum Beispiel bei der Comdirect-Bank zu einer fatalen Störung beim Onlinebanking. Die Bafin lobt aber auch die Entwicklung, dass viele Institute die Kunden mittlerweile schneller und besser informieren, wenn es zu einem solchen Problem kommt.

Bafin sammelt Beschwerden über Kreditinstitute: Zahl rückläufig

Seit November 2012 registriert die Bafin Beschwerden von Bankkunden im Mitarbeiter- und Beschwerderegister. Besonders häufig geht es dabei um viel genutzte Produkte wie Girokonten und Kredite. Insgesamt gehen mittlerweile deutlich weniger Beschwerden ein als zu Beginn: Während es im Jahr 2013 noch 9.720 Fälle waren, gingen 2014 nur noch 6.050 Beschwerden ein und 2015 waren es sogar nur noch rund 4.600. Die 3.950 Fälle aus diesem Jahr liegen noch einmal deutlich darunter. Im Jahr 2015 sah die Bafin zudem einen Sondereffekt gegeben, weil viele Verbraucher sich aufgrund eines BGH-Urteils wegen Kreditbearbeitungsgebühren beschwerten. Ohne diesen Effekt geht die Finanzaufsicht für 2015 und 2016 von einem ähnlichen Beschwerdeaufkommen aus.

Quelle: Heise online

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