Krankenkassen 2019: Beitragssenkungen in Aussicht

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 16.10.2018

Zum Jahreswechsel 2018/2019 sind Einsparungen für gesetzlich Krankenversicherte zu erwarten. Der Zusatzbeitrag soll um mindestens 0,1 Punkt sinken. So zahlen die gesetzlich Versicherten künftig voraussichtlich nur noch etwa 0,9 Prozent des Bruttoeinkommens.

Davon unangetastet bleibt der Hauptanteil der Beitragszahlung, die sich auf 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens beläuft. Dennoch sehen Experten aus dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesversicherungsamt Sparpotenziale, vor allem für Arbeitnehmer und Rentner. Die Einsparungen erreichen insgesamt Milliardenhöhe. Es gibt aber auch schlechte Nachrichten: In der Pflegeversicherung ist eine deutliche Anhebung der Beiträge zu erwarten.

Zusatzbeitrag sinkt, Pflegeversicherung zieht an

Der Beitrag, den jede/r Versicherte an die gesetzliche Krankenkasse abführen muss, setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Einerseits bestimmt der allgemeine, gesetzlich festgelegte Satz von 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens den Großteil des Beitrags. Andererseits gibt es den Zusatzbeitrag, der von Kasse zu Kasse variiert und aktuell durchschnittlich bei einem Prozent liegt. Im kommenden Jahr könnte dieser bei den meisten Krankenkassen auf 0,9 Prozent sinken, wie Experten des Bundesgesundheitsministeriums sowie des Bundesversicherungsamtes jetzt mitteilten. Gesundheitsminister Jens Spahn geht sogar noch weiter und sieht die Senkung um 0,1 Punkt als Minimum an.

Der Grund: Eine positive Wirtschaftsbilanz und Überschüsse in der Krankenversicherung. Auch soll durch geringere Zusatzbeiträge die Erhöhung der Zahlungen an die Pflegepflichtversicherung ausgeglichen werden. Diese wird 2019 immerhin 0,5 Punkte betragen. Der Gesundheitsminister plant daher eine möglichst hohe Entlastung auf anderer Ebene für die Beitragszahler/innen.

Weitere Neuregelung: Arbeitgeberanteil an den Beiträgen steigt

Eine neue Regelung ist ebenfalls, dass der Zusatzbeitrag nicht mehr von den Versicherten allein gezahlt werden muss. Bislang zahlte ein/e Arbeitgeber/in lediglich die Hälfte des allgemeinen Satzes, für den Zusatzbeitrag gab es keinen Arbeitgeberanteil. Ab 1. Januar 2019 ist das anders – eine weitere Entlastung für Arbeitnehmer/innen. Auch Rentner/innen profitieren davon. Insgesamt werden Ersparnisse von rund 6,9 Millionen Euro pro Jahr in Aussicht gestellt.

Wie viel jede/r Einzelne aber letztlich einspart, wird sich zeigen. Denn der flexible Handlungsspielraum, der Krankenkassen für den Zusatzbeitrag gegeben wird, bleibt bestehen und ist somit weiterhin von jeder Kasse selbst festzulegen. Doch schon im vergangenen Jahr konnten rund 16,6 Millionen gesetzlich Krankenversicherte von einer Reduzierung des Zusatzbeitrages profitieren – 2019 ist Ähnliches zu erwarten.

Quelle: Finanzen.net

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