Kreditbearbeitungsgebühren: Schleppende Erstattung

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.03.2015

Die Verbraucherzentralen monieren, dass manche Banken findige Tricks anwenden, um sich vor der Rückerstattung unrechtmäßiger Kreditbearbeitungsgebühren zur drücken. Einige Kunden hätten auch im Februar ihr Geld noch nicht erhalten. In anderen Fällen wurde bei der Rückzahlung die Entschädigung nicht berücksichtigt.

Zahlreiche Geldinstitute drücken sich häufig, betroffenen Kunden unrechtmäßig erhobene Kreditbearbeitungsgebühren zu erstatten. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet, hat eine stichprobenartige Untersuchung der Verbraucherzentralen aufgedeckt, dass die Gebühren oft mit großer zeitlicher Verzögerung oder nur unvollständig erstattet werden.

Kreditbearbeitungsgebühren teilweise im Februar noch nicht erstattet

Die Kreditbearbeitungsgebühren waren im Oktober vergangenen Jahres vom Bundesgerichtshof (BGH) für nicht rechtens erklärt worden. Mehr als 100.000 Bankkunden hatten daraufhin bis zum Ablauf der Verjährungsfrist am 31.12.2014 die Rückerstattung der Gebühren gefordert. Wie die Untersuchung der Verbraucherzentralen nun zeigt, warteten einige von ihnen auch im Februar noch auf die Rückzahlung. In anderen Fällen sei die Erstattung nur anteilig oder ohne Berücksichtigung der legitimen Nutzungsentschädigung erfolgt.

Verbraucherzentralen monieren „trickreiches Hinhalten“

Zahlreiche Kreditnehmer hätten nach der fristgerechten Geltendmachung ihrer Ansprüche auf redliches Verhalten der Banken gehofft und trotz ausbleibender Reaktion auf die Forderung oder einem allgemeinen Antwortschreiben bis zum Stichtag am 31.12.2014 keine außergerichtliche Schlichtungsstelle eingeschaltet.

Wie die Verbraucherzentralen berichten, haben einige Geldinstitute die Inkonsequenz dieser Kunden ausgenutzt. Sie wiesen betroffene Kunden im Januar per Post darauf hin, dass ihr Anspruch auf Rückzahlung der Bearbeitungsgebühr für einen zwischen 2004 und 2011 aufgenommen Kredit nun verjährt sei. Über das „trickreiche Hinhalten der Banken“, um ihrer Zahlungspflicht zu entgehen, seien Betroffene sehr erbost, berichteten die Verbraucherschützer.

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