Bargeldlos unterwegs - Kreditkarte für Kinder

Zuletzt aktualisiert am 24.07.2019

Eine Kreditkarte für den Nachwuchs? Über dieses Thema wird immer wieder stark debattiert. In Zeiten des zunehmend bargeldlosen Bezahlens ist der frühe Kontakt mit Geldkarten aber gar nicht so falsch.

Die beruhigende Nachricht für besorgte Eltern: Natürlich handelt es sich bei Kinder-Kreditkarten nicht um Kreditkarten im eigentlichen Sinne – ein Darlehen kann damit nicht aufgenommen werden. Auch gibt es eine Alternative, um die Sprösslinge an den Umgang mit Geldkarten zu gewöhnen.

Bargeldloses Bezahlen üben

Eine Plastikkarte statt Bares: Viele Eltern setzen auf den frühen Einsatz von Kredit- und Geldkarten beim Nachwuchs. Vor allem auf Ausflügen wie einer Klassenfahrt kann eine Kreditkarte oft mehr Sicherheit schaffen als Bargeld. Sie dient aber ebenso als Hilfe, um sich auf das bargeldlose Bezahlen einzustellen, das auch in Deutschland immer beliebter wird.

Wenn ein Kind schon früh den Umgang mit der Kreditkarte lernt, wird es damit leichter zurechtkommen – so meinen die Befürworter des frühen Karteneinsatzes. Gegner sind hingegen der Meinung, dass Kreditkarten nicht in die Hände von Kindern gehören. Im Prinzip ist das korrekt: Kredite an Minderjährige sind nach deutschem Recht verboten.

Allerdings wird nicht bedacht, dass Kreditkarten für Kinder immer von besonderer Natur sind; so ist es nicht möglich, tatsächlich ein Darlehen damit aufzunehmen. Die Bezeichnung „Kreditkarte“ ist also in diesem Fall eigentlich gar nicht richtig.

Aufladbare Prepaid-Karten

Vielmehr handelt es sich bei Kinderkarten um so genannte Prepaid-Karten, bei denen vorab Guthaben aufgeladen wird – wie es oft auch bei Smartphone-Tarifen für den Nachwuchs der Fall ist. Da nur vorhandenes Guthaben ausgegeben werden kann, ist die Plastikkarte prinzipiell bedenkenlos einsetzbar.

Ob Taschengeld in Bargeldform oder Überweisung auf das erste eigene Konto: Dabei gibt es kaum einen Unterschied. Es gibt aber auch eine Alternative zur Kreditkarte für Kinder: das Girokonto, das natürlich mit einer eigenen EC-Karte daherkommt.

Auch hier handelt es sich um ein guthabenbasiertes Konto; es ist also ebenfalls nicht möglich, mehr Geld auszugeben, als auf dem Konto vorhanden ist. Ein Pluspunkt beim Girokonto ist, dass nicht nur das bargeldlose Zahlen, sondern auch das Tätigen von Überweisungen früh geübt werden kann. Experten empfehlen es etwa ab zehn Jahren.

Quelle: focus.de

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