Kreditkarten im Test: Mit Aufmerksamkeit Gebühren sparen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 19.10.2017

Zahlreiche Kreditkarten locken mit dem Versprechen, ihre Besitzer rundum kostenlos mit Geld zu versorgen. Bei einigen von ihnen ist dies laut aktueller „Finanztest“ allerdings nicht der Fall. Die Zeitschrift hat 23 weit verbreitete Kreditkarten unter die Lupe genommen und dabei eine der typischsten Gebührenfallen aufgedeckt. Durch die Voreinstellung einer sogenannten Teilzahlung kann es zu horrenden Zinsen kommen. Doch Verbraucher können dem entgehen.

Die Zeitschrift „Finanztest“ hat 23 der meistgenutzten Kreditkarten auf den Prüfstand gestellt. Trotz des häufigen Versprechens bieten viele von ihnen keineswegs eine rundum kostenlose Versorgung mit Geld. Eine der typischsten Gebührenfallen lauert laut „Finanztest“ in der Voreinstellung auf sogenannten Teilzahlungen. Verbraucher sollten bei der Wahl ihrer Kreditkarte aufmerksam sein, um dieser zinsstarken Gebührenfalle zu entgehen.

Möglichst Teilzahlungen abwählen

Dass es mit der völligen Kostenfreiheit bei einigen Anbietern nicht weit her ist, zeigt jetzt die Zeitschrift „Finanztest“. Das größte Problem bei vielen Kreditkarten ist die Teilzahlung, welche auch als Revolving Credit bezeichnet wird. Viele Anbieter haben diese bereits im Kartenantrag voreingestellt und so zahlen Nutzer nur kleine Teile ihrer Rechnungsbeträge zurück. Für die restliche Summe fallen mit bis zu 23 Prozent hohe Zinsen an. Laut „Finanztest” gibt es sechs Banken, bei denen die Teilzahlung bereits voreingestellt ist. Vier der Anbieter – Amazon Landesbank Berlin, Barclaycard, Hanseatic Bank und Ikano Bank – bieten zumindest Möglichkeiten, die ungeliebte Teilzahlung abzuwählen. Lediglich bei der Advanzia Bank und der Santander Consumer Bank ist dies nicht möglich. Hier fallen hohe Zinsen an, wenn Besitzer ihre Kartenumsätze nicht selbst ausgleichen.

Zwei Modellkunden auf dem Prüfstand

Bei den 23 Anbietern hat „Finanztest“ auch geprüft, wie teuer die jeweiligen Kreditkarten sind. Zu diesem Zweck wurden zwei Modellkunden gebildet. Zum einen ein Standardnutzer, der seine Karte primär zum Internetshopping nutzt, zum anderen ein Reisender, der im Ausland Geld abheben möchte. Die Tester fanden für beide gut geeignete Karten, ohne Voreinstellung der Teilzahlung und zu günstigen Preisen. In Verbindung mit einem kostenlosen Girokonto wurde bei der günstigen Karte gar keine Gebühr fällig, nur ein monatlicher Geldeingang von 700 Euro nötig. Die teuerste Kreditkarte des Tests kann auf 183 Euro pro Jahr.

Abraten würde „Finanztest“ von der ungeprüften Übernahme der Kreditkarten der eigenen Hausbank. In Verbindung mit zahlreichen Girokonten der Sparkassen oder Volksbanken erwiesen sich diese als teurer, da neben jährlichen Gebühren häufig bis zu drei Prozent Abhebegebühr für Automaten im Ausland fällig werden. Viele Kartenanbieter erheben außerhalb der Euroländer zudem eine Auslandseinsatzgebühr von etwa 1,75 Prozent – neben den Abhebegebühren. Wird diese auch beim Bezahlen verlangt, summieren sich die Gebühren schnell zum teuren Spaß.

Quellen: Spiegel, Finanztest

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