Immer mehr werden Lebensmittel online kaufen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 31.07.2015

Noch sind die Deutschen skeptisch, wenn es darum geht, Lebensmittel online zu kaufen. Doch das könnte sich bald ändern. Angesichts einer neuen Studie prognostiziert die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), dass der Onlinehandel mit Nahrungsmitteln in den nächsten Jahren stark zunehmen wird. Bis 2025 könnte sich der Umsatz vervierfachen.

Belgische Schokolade, asiatische Nudeln und französischen Wein in den virtuellen Einkaufswagen legen, bequem mit Kreditkarte bezahlen und die Lebensmittel ins Haus geliefert bekommen – bisher sind die Deutschen skeptisch bei dem Gedanken, Lebensmittel online zu kaufen. Laut der neuen GfK-Studie „E-Commerce - Wachstum ohne Grenzen?" hat erst jeder fünfte Bundesbürger überhaupt schon einmal Lebensmittel online bestellt.

Lebensmittel online kaufen wird alltäglicher werden

Die Konsumforscher der GfK sagen jedoch voraus, dass sich der Umsatz des Onlinehandels mit Lebensmitteln und Drogerieartikeln in den kommenden zehn Jahren von 8 auf 16 Prozent verdoppeln wird. Betrachtet man allein den Anteil der Lebensmittel am gesamten Onlinehandel, so geht die GfK sogar von einer Vervierfachung aus. Die Experten rechnen damit, dass vor allem schwere, unhandliche oder lange haltbare Lebensmittel online gekauft werden. Beispiele sind Konserven, Getränke oder Süßwaren.

Im Onlinehandel setzt Sättigung ein

Während das Lebensmittel-Segment im Onlinehandel zunimmt, scheint das Wachstum in anderen Sparten bereits gesättigt zu sein. Insgesamt werden die jährlichen Wachstumsraten beim Internet-Verkauf bis 2025 auf 3,5 Prozent zurückgehen, heißt es in der Studie. Zuletzt lagen die Wachstumsraten bei 18,9 Prozent. Das Online-Geschäft mit Büchern hat sich bereits verlangsamt. Es hat zuletzt laut aktueller Erhebung nur noch um 2,4 Prozent zugelegt.

Lebensmittel als Konsum-Schlager

Dass der Onlinehandel im Lebensmittelbereich zunehmen wird, passt zu den allgemeinen Konsumgewohnheiten der Deutschen. Diese geben laut GfK fast die Hälfte (48,5 Prozent) für Essen und Trinken aus. Es folgen die Kategorien Technik und Medien mit knapp 16 Prozent, Mode und Lifestyle sowie Garten und Heimwerken mit jeweils elf Prozent. Der Rest entfällt auf die Bereiche Einrichten, Wohnen, Sport und Freizeit.

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