Leere Geldautomaten: Bargeld wird knapp

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 06.05.2015

Weil ein Geldtransport-Unternehmen streikt, wird an Geldautomaten in Berlin und Brandenburg das Bargeld knapp. Immer mehr Bankkunden kommen nicht so einfach wie gewohnt an das beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen. Laut der Bundesbank werden mehr als die Hälfte aller Einkäufe in Deutschland in bar bezahlt. Entsprechend hoch ist der Bargeldbedarf.

Bereits seit dem Wochenende stehen Menschen in Berlin, Frankfurt (Oder) und im restlichen Brandenburg immer häufiger vor Geldautomaten, die kein Bargeld mehr ausgeben. Grund dafür sind streikende Mitarbeiter eines Geldtransport-Unternehmens, das die Banken üblicherweise mit frischen Banknoten versorgt. Wie lange der Streik noch anhalten wird, ist aktuell nicht abschließend geklärt. Die Situation spitzt sich derweilen weiter zu – da Bargeld bei vielen Deutschen das verbreitetste Zahlungsmittel ist, gehen jetzt bereits bei manchen Banken die Scheine komplett aus, berichtet „Radio Brandenburg“ (rbb).

Kleiner Streik, große Wirkung am Geldautomaten

Laut Informationen der Gewerkschaft Verdi streikten zuletzt 150 Mitarbeiter eines großen Geldtransport-Unternehmens. Das Unternehmen ist deutschlandweit tätig. Allerdings dreht sich der aktuelle Streit um den Haustarifvertrag der Firma für den Standort Potsdam, wo insgesamt 350 Menschen beschäftigt sind. Mit bundesweiten Streiks ist daher wohl nicht zu rechnen. Dennoch hat der Streik deutliche Auswirkungen auf die Bargeldversorgung in der gesamten Region. Immer mehr Geldautomaten müssen außer Betrieb genommen werden. Einige Banken können ihren Kunden auch am Schalter kein Bargeld mehr auszahlen, berichtet der rbb.

Bargeld – das beliebteste Zahlungsmittel

Ein nicht funktionierender Geldautomat kann für Kunden sehr unangenehm werden, wenn der nächste weit entfernt oder das Abheben dort mit Gebühren verbunden ist. Die Möglichkeit an zahlreichen Automaten kostenlos Geld abheben zu können, ist für viele Verbraucher ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines Girokontos. Da laut einer aktuellen Erhebung der Bundesbank mehr als die Hälfte aller Einkäufe in Deutschland mit Bargeld bezahlt wird, wirkt sich der vergleichsweise kleine Streik deutlich aus.

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