Lohnt sich der Wechsel der Krankenkasse 2019?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 04.01.2019

Viele gesetzliche Krankenkassen senken im Jahr 2019 ihre Beiträge. Vor allem ein geringerer Zusatzbeitrag kann sich bei vielen Versicherungen sehen lassen. Das verführt Versicherte in teuren Versicherungen zu einem Wechsel. Doch wann ist er lohnenswert?

Der Teufel steckt hier im Detail. Zusatzleistungen wie zum Beispiel im Bereich der Zahnhygiene sollten neben dem reinen, monatlichen Beitrag verglichen werden. Außerdem müssen Versicherte bedenken, dass nicht immer sofort ein Wechsel erfolgen kann.

Geringerer Zusatzbeitrag – wann trotzdem ein Wechsel lohnt

Im Jahr 2019 haben viele Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung Grund zur Freude: Die Senkung des Zusatzbeitrages bei 18 Krankenkassen schont das Portemonnaie. Durchschnittlich sinkt der Beitrag auf 0,9 Prozent – bisher lag er bei 1,0 Prozent. Hinzu kommt eine weitere Ersparnis: Der Arbeitgeber, der bislang bei der Zahlung des Zusatzbeitrages gänzlich außen vor war, übernimmt ab 2019 die Hälfte dieser Gebühr. Doch auch, wenn die eigene Krankenversicherung von einem niedrigeren Zusatzbeitrag betroffen ist: Manchmal kann ein Wechsel lohnenswert sein.

Individuelle Leistungen machen den Unterschied. So haben einige Krankenkassen zwar einen niedrigen Zusatzbeitrag, bezuschussen aber weder die professionelle Zahnreinigung noch Leistungen wie die Osteopathie. Andere Versicherungen mit höherem Beitrag leisten dafür in diesen Bereichen mehr. Hier muss persönlich entschieden werden, ob die Zusatzleistungen attraktiv sind. Eine Gegenüberstellung der Leistungen hilft bei der großen Auswahl der Versicherung. Extra-Tipp für meistens fitte, gesunde Menschen: spezielle Wahltarife mit Rückerstattung.

Krankenkasse wechseln: Das muss beachtet werden

Wer die Krankenkasse wechseln möchte, hat dazu grundsätzlich immer das Recht. Allerdings gibt es Einschränkungen in Form von Fristen. So muss die bisherige Versicherung mindestens 18 Monate in Anspruch genommen worden sein. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate. Für einen Wechsel am 31.05.2019 muss die Kündigung also schriftlich bis zum 31.03.2019 bei der Krankenversicherung eingegangen sein. Akzeptiert werden ausschließlich Kündigungen in Briefform.
Gehört die eigene Krankenkasse zu den wenigen, die 2019 ihren Zusatzbeitrag erhöhen, genießt der Versicherte ein Sonderkündigungsrecht. Hier gilt folglich weder die 18-monatige Mindestversicherungszeit noch die Frist von zwei Monaten. Die Kündigung ist ab dem Zeitpunkt möglich, ab dem der neue Zusatzbeitrag berechnet wird. Übrigens: Der Wechsel ist erst dann erfolgreich abgeschlossen, wenn der Arbeitgeber des Versicherten die neue Mitgliedsbescheinigung erhalten hat.

Quelle: focus.de

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