Macht es die EZB noch schwerer, Geld zu sparen?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.02.2015

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat jüngst angekündigt, im großen Stil Staatsanleihen kriselnder Euro-Länder aufzukaufen. Viele Experten hatten den Schritt bereits vorausgesehen – jetzt haben die Versicherer die Maßnahmen kommentiert. Die Branche befürchtet: Für Verbraucher wird es immer schwerer, Geld zu sparen.

Die Versicherungswirtschaft sieht das Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) kritisch. Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), erklärt auf dem Online-Portal des Verbands: „Der Schritt der EZB ist eine Zumutung. Es ist vollkommen ungewiss, ob das Ankaufprogramm die erhofften Effekte bringt.“ Für Verbraucher soll es laut dem Branchenvertreter immer schwerer werden, Geld zu sparen.

Warum Geld zu sparen möglicherweise schwerer wird

Erdland spricht von einem „Schaden für die Sparkultur“ und erklärt: „[Das] Ankaufprogramm verstärkt den Druck auf festverzinsliche Wertpapiere, die eine Säule der privaten Altersvorsorge sind. Das macht es uns jetzt noch schwerer, den Menschen gute Angebote für ihr Alter zu machen.“ Unter Umständen könnten Lebensversicherungen nur noch eingeschränkt gute Konditionen bieten und auch langfristig garantieren. Der Kunde hätte das Nachsehen.

Das Ankaufprogramm der EZB

Erst vor kurzem hat die EZB angekündigt, im großen Stil Staatsanleihen und Wertpapiere aus den Ländern der Euro-Zone einzukaufen. Insgesamt sollen mehr als 60 Milliarden Euro pro Monat dafür ausgegeben werden. Mit dem Schritt versprechen sich die Währungshüter eine Ankurbelung der Wirtschaft: Langfristig sollen durch den massenhaften Einkauf von Staatsanleihen die Zinsen weiter sinken und Kredite günstiger werden. In der Folge soll es mehr Investitionen geben. Gleichzeitig soll auch die Inflationsrate wieder steigen.

Verbraucher sollten Alternativen zum klassischen Sparen erwägen

Um Geld zu sparen, verlassen sich viele Deutsche auf klassische Strategien. Beispielsweise sind Tagesgeldkonten beliebt – und stehen bei der aktuellen Inflationsrate sogar relativ gut da. Zusätzlich sollten Verbraucher aber immer auch auf andere Modelle setzen und ihre

Investments streuen: Zum Beispiel gleichzeitig auf Fonds und Wertpapiere setzen. Mit einem mehrstufigen Plan erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, im Alter den aktuellen Lebensstandard halten zu können.

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