Mehr neue Hauseigentümer denn je

Zuletzt aktualisiert am 02.09.2019

Der Kauf von Ein- und Zweifamilienhäusern war 2018 so beliebt wie nie. Insgesamt wurden in diesem Bereich Umsätze von 66,3 Milliarden Euro erzielt. Vor allem das Umland von Großstädten war begehrt.

Dagegen ging laut Analyse des GEWOS die Zahl der Käufe von Eigentumswohnungen weiter zurück. Auch die Innenstädte von Großstädten wie Frankfurt sind als Standort weniger beliebt. Der Grund ist wahrscheinlich der dort eher langsame Fortschritt im Bereich der Neubauten.

Häuser begehrter als Wohnungen

In den vergangenen Jahren ging die Anzahl der Hauskäufer nach und nach leicht zurück. Ganz anders sah es im Jahr 2018 aus: 248.500 Käufe von Ein- und Zweifamilienhäusern sorgten in diesem Bereich für einen Anstieg um 2,1 Prozent. Damit kletterten die Zahlen auf ein Rekordhoch. Die Ergebnisse stammen aus einer aktuellen Analyse des „GEWOS“ - das Hamburger Institut für die Stadt-, Regional- und Wohnforschung.

Was auf den ersten Blick positiv erscheint, zieht aber auch Probleme mit sich. So zeigt sich, dass es sich bei den Käufen vorwiegend um bereits vorhandene Ein- und Zweifamilienhäuser handelt. Die Zahl der Käufe von Wohnungen ging laut GEWOS weiter zurück; zwar weniger stark als im Vorjahr, aber doch spürbar. Der Grund ist unter anderem mangelnder Wohnraum, da der Neubau vor allem in Großstädten nur langsam vorangeht

Baukindergeld als Mitgrund

Weiterhin stehen die großen Städte Deutschlands im Vergleich schlecht da: Vor allem in Stuttgart und Frankfurt wurden weniger Ein- und Zweifamilienhäuser erworben. Im stadtnahen Umland stiegen die Käufe allerdings an; beispielsweise im Main-Kinzig-Kreis in der Nähe von Frankfurt um rund 19 Prozent. Insgesamt wurde im Jahr 2018 ein Umsatz von 66,3 Milliarden Euro mit den Häusern erzielt. Im Schnitt gaben die Käufer 267.000 Euro aus. Dass die Käufe vor allem in der zweiten Jahreshälfte boomten, geht wahrscheinlich auch auf die Einführung des Baukindergeldes im Herbst 2018 zurück. Dieses sichert Familien und Alleinerziehenden mit mindestens einem im Haushalt lebenden Kind eine Förderung von insgesamt 12.000 Euro zu, wenn sie Immobilieneigentum erwerben. Mit jedem Kind steigt auch der Zuschuss – eine Chance, endlich das Eigenheim zu erwerben und sich eine Baufinanzierung zu leisten.

Quelle: sueddeutsche.de

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