Mehrheit lehnt höhere Rentenbeiträge ab

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 06.12.2016

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Für die Mehrheit der Deutschen wäre eine Erhöhung der Rentenbeiträge keine willkommene Maßnahme, um das Rentenniveau in Zukunft zu stabilisieren. Stattdessen wären die Bundesbürger eher offen für eine Kombination aus verschiedenen Reformen, die für sich genommen weniger schwerwiegend ausfallen würden.

Laut einer Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) sind viele Deutsche nicht bereit, höhere Rentenbeiträge zu zahlen, um dadurch das Rentenniveau zu stabilisieren. Nur eine Minderheit der Befragten wäre offen für solche Reformen.

Bundesbürger wollen keine höheren Rentenbeiträge zahlen

Knapp zwei Drittel der Befragten sprachen sich in der Umfrage im Deutschland-Trend Vorsorge gegen eine Erhöhung der Rentenbeiträge aus. Dagegen wären nur 38 Prozent offen oder sehr offen für eine solche Maßnahme, wenn dadurch das Rentenniveau gesichert werden könnte. Aktuell zahlen gesetzlich Versicherte einen Rentenbeitrag von 18,7 Prozent, der nach Medienberichten aufgrund der guten Konjunktur noch bis zum Jahr 2022 konstant bleiben kann. Auch wenn es um die Erhöhung des Renteneintrittsalters geht, sind die Deutschen skeptisch: Schritte, die über die bereits erfolgende Erhöhung auf 67 Jahre hinausgehen, wären bei 59 Prozent der Befragten nicht willkommen.

Offenheit gegenüber anderen Maßnahmen für ein stabiles Rentenniveau

Die Umfrage des DIA zeigt allerdings, dass die Bundesbürger eher für eine Kombination von verschiedenen Maßnahmen zu gewinnen wären, um das Rentenniveau stabil zu halten: 78 Prozent zeigten sich offen für entsprechende Schritte. Zum Beispiel könnte die Beitragsbemessungsgrenze erhöht oder der Versichertenkreis vergrößert werden – die einzelnen Maßnahmen würden dann weniger schwerwiegend ausfallen als eine Erhöhung der Rentenbeiträge. 70 Prozent der Befragten können sich vorstellen, dass auch Selbstständige, die aktuell private Vorsorge betreiben, in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. DIA-Sprecher Klaus Morgenstern kommentiert die Ergebnisse: „Der Rentengipfel der Großen Koalition im November drückte sich um Entscheidungen, wie es nach 2030 mit der gesetzlichen Rente weitergehen soll. Dabei finden ausgewogene Reformen durchaus Akzeptanz in der Bevölkerung, wie die Umfrage zeigt.“ 

Quelle: Deutsches Institut für Altersvorsorge

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