Mietspiegelindex: Hier sind die Mieten am teuersten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 20.12.2017

Noch immer sind die Mieten in München und Stuttgart so teuer wie nirgendwo sonst in Deutschland. Doch der vom Forschungsinstitut und Beratungsunternehmen F+B regelmäßig erstellte Mietspiegelindex zeigt, dass die Mietpreise nicht etwa im Süden am stärksten steigen. Aktuell zögen die Mieten insbesondere im Norden und im Osten stark an.

Dass die Mieten in deutschen Großstädten seit Jahren steigen, dürfte hinlänglich bekannt sein. Bisher waren die großen Preissprünge vor allem im Süden Deutschlands verzeichnet worden. Laut F+B habe sich das im Jahr 2017 geändert. So sind der Norden und Osten die Preistreiber bei den Mieten. Im Schnitt waren hier Erhöhungen der Mieten von 3,0 (Norden) beziehungsweise 2,3 Prozent (Osten) verzeichnet worden.

Mieten steigen bundesweit

In den deutschen Städten steigen die Mieten zunehmend stärker an – und das gilt mittlerweile auch für Bestandsverträge, nicht mehr nur für neue Mietverträge. So sind die ortsüblichen Vergleichsmieten laut dem Mietspiegelindex im Jahr 2017 um 2,1 Prozent gewachsen. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Anstieg bei 1,8 Prozent. Ausgewertet hatte F+B für die Studie alle amtlichen Mietpreisübersichten in Deutschland. Als Referenzwert wurden die Mieten für eine 65 Quadratmeter große Wohnung in mittlerer Wohnlage mit mittlerer Ausstattung gewählt.

Ein detaillierter Blick auf den Index zeigt, dass die Entwicklung der Mietpreise regional durchaus unterschiedlich verläuft. So stiegen die Bestandsmieten im Norden der Republik um durchschnittlich 3,0 Prozent – der Spitzenwert. Im Osten konnte eine Zunahme von 2,3 Prozent verzeichnet werden. Etwas abgeschwächt hat sich die Entwicklung in Süddeutschland. Lag der Anstieg der Mietpreise im Jahr 2015 noch bei 2,9 Prozent, waren es in diesem Jahr „nur“ 1,8 Prozent. Trotzdem belegen München und Stuttgart weiterhin die Plätze als teuerste Städte Deutschlands. Ganze 52 Prozent mehr Miete zahlen die Münchener als im deutschen Durchschnitt.

Wirtschaftskraft für Mietsteigerungen verantwortlich

Die immer stärker werdenden Preisanstiege gerade in Metropolregionen führt Bernd Leutner, Geschäftsführer von F+B, vor allem auf die Wirtschaftskraft zurück: „Ein attraktives Arbeitsplatzangebot zieht weitere Wohnungsnachfrager an, der Wohnungsmarkt wird enger und das insgesamt steigende Mietniveau wirkt sich sukzessive auch im Bestand aufgrund von Mieterhöhungen im Rahmen bestehender Verträge und höheren Neuvermietungsmieten aus.“ Ein Ende der Preisanstiege sieht der Experte bisher noch nicht kommen.

Quelle: Spiegel Online

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