Regionalklassen: 5,5 Millionen Kfz-Versicherte dürfen auf Vergünstigungen hoffen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.09.2017

Diebstähle, Sturmschäden, Wildunfälle – Die Schadenhäufigkeit in deutschen Regionen wird jedes Jahr vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gelistet. Die Berechnungen zu den sogenannten Regionalklassen bestimmen maßgeblich bei der Höhe der Kfz-Versicherungen mit. Dank der jetzt aktualisierten Statistik können 5,5 Millionen Autofahrer auf preiswertere Tarife hoffen. Vor allen in Nord- und Ostdeutschland wird es günstiger.

Etwa 5,5 Millionen deutsche Fahrer können sich über günstigere Kfz-Tarife freuen. Jedes Jahr stellt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Statistiken zur Schadenhäufigkeit von Diebstählen, Wetterschäden, Unfällen mit Wild und weiteren Posten zusammen. Daraus ergeben sich die sogenannten Kfz-Regionalklassen, die als Grundlage zur Berechnung der Versicherungstarife dienen. Besonders in Ost- und Norddeutschland profitieren Fahrer von der aktualisierten Statistik.

Veränderungen der Kfz-Beiträge

Mit einem Blick in die Kfz-Regionalklassen wird schnell klar, wo Fahrer häufig Unfälle verursachen oder Opfer von Diebstählen werden. Die vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) herausgegebenen Statistiken basieren auf den Schadensbilanzen aus 413 Zulassungsbezirken. Sie sind ein wichtiges Instrument bei der Berechnung von Beiträgen. Erfasst wird dabei nicht, wo es für Fahrzeughalter zum Schadenfall kommt, sondern in welchem Bezirk der Wagen zugelassen ist.

Aus den Schäden werden Indexwerte gebildet: zwölf Klassen bei der Haftpflicht-, neun für die Vollkasko- und 16 bei der Teilkaskoversicherung. Dank einer besseren Regionalklasse ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung genießen diesmal 5,5 Millionen Versicherte Vorteile – 3,6 Millionen Fahrer erwartet hingegen die Hochstufung. Für den Großteil der Autofahrer hat die Aktualisierung jedoch keine Auswirkungen – 31 Millionen Versicherte verbleiben bei der Regionalklasse aus dem Vorjahr.

Gewinner und Verlierer der Regionalklassen

Nach GDV-Angaben ist die Statistik für Versicherungsunternehmen unverbindlich und doch dienen sie der Berechnung neuer Tarife. In der Regel treten die Veränderungen bei den Verträgen zum 1. Januar des kommenden Jahres in Kraft. Wie schon im Vorjahr sorgen vor allem Fahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern für gute Schadenbilanzen. Am besten zeigten sich die Haftpflichtversicherten im Zulassungsbezirk Elbe-Elster in Brandenburg. Mit ihrem Indexwert lagen sie 30 Prozent unter dem Bundesschnitt.

In Großstädten und Teilen Bayerns lassen sich hingegen hohe Regionalklassen ausmachen. Am schlechtesten schnitt, wie schon im Vorjahr, Offenbach am Main ab. Der Indexwert pendelte sich bei 34 Prozent über Bundesschnitt ein. Die Kasko-Versicherungen zeigten insgesamt wenig Veränderungen und so blieben laut GDV für fast 29 von 34 Millionen Voll- und Teilversicherte alles gleich. Nur 2,8 Millionen Kaskoversicherte schafften es in niedrigere Klassen, etwa 2,6 Millionen wurden hochgestuft.

Quelle: Spiegel, MDR

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